Ablauf und Kosten
Aufwand, Dauer und ehrliche Kosten
Was eine Kellerabdichtung kostet, entscheidet vor allem der Fall selbst, nicht ein pauschaler Preis. Eine Innenabdichtung mit Dichtschlämme und Sanierputz ist ein anderer Aufwand als eine Außenabdichtung, für die rund ums Haus bis zum Fundament ausgeschachtet werden muss. In die Rechnung gehen die Wasserbelastung, die Zugänglichkeit der Wand, der Zustand und das Material des Mauerwerks, die nötige Fläche und die Frage ein, ob zusätzlich eine Horizontalsperre injiziert oder eine Drainage verlegt wird. Dazu kommt die anschließende Bautrocknung, die je nach Durchfeuchtung Tage bis Wochen dauert. Deshalb nennt ein seriöser Betrieb keinen festen Preis am Telefon, sondern schaut sich den Keller an, misst die Feuchte und macht danach ein Angebot, aus dem die einzelnen Schritte nachvollziehbar hervorgehen.
Achten Sie beim Vergleich zweier Angebote nicht nur auf die Endsumme, sondern darauf, was tatsächlich enthalten ist: Welche Wassereinwirkung wurde angenommen, welches Abdichtungssystem ist vorgesehen, ist die Trocknung eingerechnet, und wird der Trocknungserfolg mit Messwerten belegt? Ein sehr günstiges Angebot, das nur den feuchten Putz erneuert, ohne die Ursache anzugehen, ist am Ende teurer, weil der Schaden zurückkommt. Klären Sie auch, ob eine Versicherung im Spiel ist, denn davon hängt ab, wie abgerechnet wird. Ein Leitungswasserschaden läuft anders als ein von außen eindringender Feuchteschaden, der oft als Instandhaltung des Gebäudes gilt. Halten Sie den Zustand mit Fotos und Messwerten fest. Wichtig bleibt in jedem Fall die Reihenfolge: erst die Ursache klären und abdichten, dann trocknen und zuletzt wiederherstellen.