Bauarten und Wartung
Welche Bauart zulässig ist und warum sie gewartet werden muss
Rückstauverschlüsse sind in der DIN EN 13564 nach Bauart und Einsatzzweck geordnet. Welcher Typ passt, hängt davon ab, ob unterhalb der Rückstauebene nur Grauwasser oder auch fäkalienhaltiges Abwasser anfällt.
Die DIN EN 13564 unterscheidet mehrere Bauarten. Einfache Klappenverschlüsse mit einem
selbsttätigen Verschlusselement sichern Abläufe, an denen nur Grauwasser aus Dusche,
Waschbecken oder Waschmaschine anliegt. Für fäkalienhaltiges Abwasser verlangt die Norm
aufwendigere Ausführungen mit zwei selbsttätigen Verschlüssen und einem zusätzlichen
Notverschluss, der sich von Hand schließen lässt. Neben rein mechanischen Klappen gibt es
Kolbenverschlüsse und fremdenergiebetriebene Anlagen, die auch bei Stromausfall sicher
absperren. Welcher Typ in Frage kommt, ergibt sich aus den angeschlossenen Ablaufstellen,
nicht aus dem Preis.
Kein Verschluss wirkt dauerhaft ohne Pflege. Die anerkannten Regeln für Betrieb und
Wartung der Grundstücksentwässerung sehen vor, dass ein Rückstauverschluss regelmäßig
kontrolliert wird, im laufenden Betrieb üblicherweise mehrmals im Jahr, und mindestens
einmal jährlich von einem Fachkundigen gewartet wird. Der Grund ist schlicht: Das
bewegliche Verschlusselement und seine Dichtung setzen sich mit Ablagerungen zu und
verschleißen. Nur ein sauberes, gängiges Bauteil schließt im Ernstfall dicht. Deshalb muss
der Verschluss zugänglich eingebaut sein, und daran bemisst sich später auch, ob der Schutz
im Schadensfall als funktionstüchtig gilt.