Wärmepumpe

Wärmepumpe vom geprüften Fachbetrieb

Ob Luft, Erdwärme oder Grundwasser, ob neue Anlage im Bestand oder Ersatz für die alte Öl- oder Gasheizung: Fachbetrieb24 bringt Ihr Vorhaben mit einem geprüften Fachbetrieb aus Ihrer Region zusammen. Der berechnet die Heizlast, prüft die Heizflächen und plant die Anlage so, dass sie mit niedriger Vorlauftemperatur sparsam läuft. Die Arbeiten macht der Partnerbetrieb.

  • Luft, Erdwärme und Grundwasser
  • Heizlast berechnet, Vorlauf niedrig geplant
  • Außengerät mit Fundament und Schallschutz
Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Außeneinheit auf zwei Betonsockeln und Abstand zur Hauswand neben einem modernen Wohnhaus

Zum Haus geplant, nicht von der Stange

Ob eine Wärmepumpe effizient arbeitet, entscheidet sich vor dem Kauf. Ein Fachbetrieb berechnet die Heizlast, prüft die vorhandenen Heizflächen und die nötige Vorlauftemperatur und wählt Art und Leistung danach, statt nur ein Gerät zu verkaufen.

Außengerät mit Abstand und Fundament

Die Ausseneinheit gehört auf ein tragfähiges Fundament oder eine Konsole, schwingungsentkoppelt, mit Abstand zur Wand und zum Nachbarn und mit frostfreiem Ablauf für das Kondenswasser. So läuft sie leise und dauerhaft.

Ehrlich zum Bestand beraten

Nicht jedes Haus braucht zuerst eine neue Heizung. Ein guter Betrieb sagt offen, ob einzelne Heizkörper, eine bessere Dämmung oder ein hydraulischer Abgleich nötig sind, damit die Wärmepumpe mit niedriger Vorlauftemperatur sparsam läuft.

Preis und Förderung nach Aufmass

Fachbetrieb24 vermittelt. Planung, Heizlastberechnung und Einbau uebernimmt ein geprüfter Fachbetrieb aus Ihrer Region. Den Preis und die passende Förderung klären Sie nach der Besichtigung, nicht als Pauschale am Telefon.

Leistungen

Womit ein Fachbetrieb an der Wärmepumpe arbeitet

Von der Heizlastberechnung über die Wahl der Wärmequelle bis zum hydraulischen Abgleich. Diese Leistungen deckt die Vermittlung ab; was zu Ihrem Haus passt, entscheidet der Betrieb nach Besichtigung und Berechnung.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die häufigste Lösung im Bestand: Sie nutzt die Aussenluft, braucht keine Bohrung und lässt sich meist gut nachrüsten. Ausseneinheit als Monoblock oder mit getrennter Inneneinheit.

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Erdwärme ueber eine Tiefenbohrung oder einen Flächenkollektor. Aufwendiger und genehmigungspflichtig, dafür sehr gleichmäßige Quelltemperatur und hohe Effizienz, besonders bei höherem Wärmebedarf.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Nutzt Grundwasser ueber Saug- und Schluckbrunnen. Sehr effizient, aber an die Wasserqualität und eine wasserrechtliche Erlaubnis gebunden. Nur dort sinnvoll, wo der Untergrund passt.

Heizlast und Auslegung

Berechnung der Heizlast, Prüfung der Heizflächen und der nötigen Vorlauftemperatur. Daraus ergeben sich Art und Leistung des Geräts, damit es nicht zu gross und nicht zu klein ausfällt.

Aufstellung und Anschluss

Fundament oder Konsole für das Außengerät, schwingungsentkoppelt und frostfrei entwässert, gedämmte Leitungen durch die Wand, Einbindung der Inneneinheit und des Speichers.

Puffer- und Warmwasserspeicher

Einbindung eines Puffer- und eines Warmwasserspeichers, passend zur Anlage. Der Speicher sorgt für ruhige Laufzeiten und genug warmes Wasser, ohne dass die Wärmepumpe ständig takten muss.

Hydraulischer Abgleich

Ohne abgeglichenes Heizsystem läuft keine Wärmepumpe sparsam. Der Betrieb gleicht die Heizkreise ab und stellt die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich ein.

Austausch alte Heizung

Ersatz von OEl- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe, auf Wunsch als Hybridlösung mit dem vorhandenen Kessel für sehr kalte Tage, und Begleitung bei Förderung und Nachweisen.

Arten

Luft, Erdwärme oder Grundwasser

Jede Wärmepumpe holt den größten Teil der Heizwärme kostenlos aus der Umwelt und braucht Strom nur, um diese Wärme auf ein nutzbares Niveau zu heben. Der Unterschied liegt in der Quelle. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft. Sie ist die häufigste Wahl im Bestand, weil sie keine Bohrung und keine Genehmigung für die Wärmequelle braucht und sich meist gut nachrüsten lässt, als kompakter Monoblock oder mit getrennter Innen- und Außeneinheit. In der Anschaffung ist sie günstiger; an sehr kalten Tagen arbeitet sie etwas weniger effizient, weil die Luft dann kalt ist.

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe gewinnt Erdwärme über eine Tiefenbohrung oder einen flach verlegten Flächenkollektor im Garten. Sie ist aufwendiger, teurer und genehmigungspflichtig, liefert dafür eine über das Jahr gleichmäßige Quelltemperatur und meist die höchste Effizienz, was sich bei hohem Wärmebedarf und langer Nutzung rechnet. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe zieht Grundwasser über einen Saug- und einen Schluckbrunnen; sie ist sehr effizient, aber an die Wasserqualität und eine wasserrechtliche Erlaubnis gebunden und nur bei passendem Untergrund möglich. Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom Grundstück, vom Wärmebedarf, vom Budget und von den örtlichen Vorgaben ab. Ein Fachbetrieb wählt sie nach der Besichtigung aus und rechnet die Varianten gegeneinander.

Wärmepumpen-Außeneinheit auf zwei Betonsockeln mit Gummi-Schwingungsdämpfern über einem Kiesbett, mit Abstand zur Hauswand

Aufstellung und Schall

Das Außengerät gehört auf ein Fundament, mit Abstand

Bei einer Luft-Wärmepumpe steht ein Teil der Technik im Freien, und wie dieses Außengerät aufgestellt wird, entscheidet über Haltbarkeit, Effizienz und Ruhe. Das Gerät gehört auf einen tragfähigen Untergrund: entweder auf zwei betonierte Fundamentsockel oder auf eine stabile Wand- oder Bodenkonsole, nicht einfach auf die Terrassenplatte oder ins lose Erdreich. Zwischen Gerätefuß und Fundament liegen Schwingungsdämpfer, damit sich der Körperschall des Verdichters nicht in das Haus oder in die Sockel überträgt. Unter dem Gerät sorgt ein Kiesbett dafür, dass das Kondens- und Abtauwasser frostfrei versickern kann; in kalten Lagen wird der Ablauf zusätzlich gegen Vereisung geschützt. Wichtig ist außerdem genug Abstand zur Wand und freier Raum vor dem Ventilator, damit die Luft ungehindert strömt und die ausgeblasene, abgekühlte Luft nicht gleich wieder angesaugt wird.

Der zweite Punkt ist der Schall. Ein Ventilator, der Luft durch den Verdampfer zieht, macht ein Geräusch, und das betrifft nicht nur Sie, sondern auch die Nachbarn. Moderne Geräte sind leiser als ältere und haben oft einen Nachtmodus, trotzdem zählt der Aufstellort: nicht vor das eigene oder das nachbarliche Schlafzimmerfenster und möglichst nicht in einen engen Winkel zwischen zwei Wänden, der den Schall bündelt und verstärkt. Für den Lärmschutz gegenüber der Nachbarschaft gelten die Immissionsrichtwerte der TA Lärm, die je nach Gebiet und Tageszeit unterschiedlich ausfallen. Feste Dezibel-Angaben oder Mindestabstände lassen sich seriös nicht für jeden Fall nennen; der Fachbetrieb plant den Aufstellort so, dass die Werte eingehalten werden, und klärt im Zweifel die baurechtlichen Vorgaben mit der Gemeinde.

So läuft die Vermittlung

Von der Anfrage bis zur eingeregelten Anlage

  1. Schritt 1

    Anliegen schildern

    Sie beschreiben kurz, worum es geht: eine neue Wärmepumpe im Bestand, der Ersatz einer alten OEl- oder Gasheizung oder eine Anlage im Neubau. Baujahr, Wohnfläche, vorhandene Heizflächen und die bisherige Heizung helfen bei der ersten Einordnung.

  2. Schritt 2

    Besichtigung und Heizlastberechnung

    Ein geprüfter Fachbetrieb sieht sich Haus, Heizflächen und mögliche Aufstellorte an, berechnet die Heizlast und prüft die nötige Vorlauftemperatur. Erst daraus ergeben sich Art, Leistung und ein belastbares Angebot samt Förderplan.

  3. Schritt 3

    Einbau und Einbindung

    Das Außengerät wird auf Fundament oder Konsole gesetzt, schwingungsentkoppelt und frostfrei entwässert, die Leitungen gedämmt durch die Wand geführt und Inneneinheit, Speicher und Heizkreis eingebunden. Der Elektriker legt den Anschluss.

  4. Schritt 4

    Einregulierung und Abnahme

    Zum Schluss wird hydraulisch abgeglichen, die Heizkurve eingestellt und die Anlage uebergeben. Ist eine Förderung geplant, liefert der Betrieb die Fachunternehmererklärung und die Nachweise für den Antrag.

Neue Wärmepumpe oder Ersatz für die alte Heizung?

Schildern Sie kurz, worum es geht. Die Ersteinschätzung ist unverbindlich, den Preis und die Förderung klären Sie nach der Besichtigung.

Anschluss und Leitungen

Gedämmte Leitungen, saubere Durchführung, eigener Stromkreis

Gedämmte Heizungsleitungen und ein Anschlusskabel in einer abgedichteten Wanddurchführung zur Wärmepumpen-Außeneinheit

Zwischen Außengerät und Haus laufen Leitungen, und auch hier entscheidet die Ausführung über den Wirkungsgrad. Bei einem Monoblock sind es gedämmte Vor- und Rücklaufleitungen mit erwärmtem Heizungswasser, die frostsicher geführt und lückenlos isoliert werden müssen, damit auf dem Weg keine Wärme verloren geht und nichts einfriert. Bei einer Anlage mit getrenntem Innen- und Außenteil verlaufen stattdessen die Kältemittelleitungen bis zur Inneneinheit; diese dürfen nur von einem Betrieb mit der nötigen Sachkunde für den Umgang mit Kältemitteln verlegt und befüllt werden. Die Durchführung durch die Außenwand wird sauber abgedichtet, damit weder Feuchte noch Zugluft eindringen, und so gelegt, dass keine losen oder ungeschützten Leitungen an der Fassade hängen.

Dazu kommt der Strom. Eine Wärmepumpe braucht einen eigenen, ausreichend dimensionierten Stromkreis, der je nach Leistung als Starkstromanschluss ausgeführt wird. Diesen Anschluss legt ein Elektriker, der auch den Zählerplatz prüft und, falls gewünscht, einen gesondert gemessenen Stromkreis für einen günstigeren Wärmepumpentarif vorbereitet. Die eigentliche Heizungsinstallation, also die Einbindung in den Wasserkreislauf des Hauses, übernimmt der Betrieb aus dem Bereich Sanitär und Heizung. In der Praxis arbeiten diese Gewerke zusammen; viele Heizungsfachbetriebe bringen den Elektroanschluss über einen Partner gleich mit. Wer die Zuständigkeiten vorher klärt, vermeidet Lücken an der Übergabe zwischen den Beteiligten.

Fußbodenheizung als Flächenheizung für eine Wärmepumpe, rote Heizrohre in Schleifen auf einer Noppen-Dämmplatte mit Verteiler

Wärmeverteilung

Warum die niedrige Vorlauftemperatur über die Kosten entscheidet

Der wichtigste Hebel für sparsames Heizen mit einer Wärmepumpe steckt nicht im Gerät, sondern in der Wärmeverteilung im Haus. Eine Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die Temperatur ist, auf die sie das Heizungswasser bringen muss. Eine Fußbodenheizung kommt mit etwa 35 Grad Vorlauf aus, weil sie die Wärme über eine große Fläche abgibt; das ist der ideale Partner für die Wärmepumpe. Kleine, alte Heizkörper dagegen brauchen oft 55 Grad oder mehr, und jedes zusätzliche Grad Vorlauf kostet Strom und senkt die Jahresarbeitszahl. Deshalb lohnt vor dem Einbau der ehrliche Blick auf die vorhandenen Heizflächen.

Daraus folgt aber nicht, dass ein Altbau ohne Fußbodenheizung ungeeignet wäre. Oft reicht es, in einzelnen kritischen Räumen die zu kleinen Heizkörper gegen größere Flächen- oder Niedertemperatur-Heizkörper zu tauschen und das ganze System hydraulisch abzugleichen, damit jeder Heizkreis genau die Wassermenge bekommt, die er braucht. Erst der hydraulische Abgleich erlaubt es, die Vorlauftemperatur und die Heizkurve so weit wie möglich abzusenken. Ein Fachbetrieb prüft die Heizflächen Raum für Raum, rechnet aus, mit welcher Vorlauftemperatur das Haus auskommt, und sagt Ihnen offen, ob und wo nachgebessert werden sollte. Diese Vorarbeit ist weniger spektakulär als das neue Gerät, entscheidet aber über die Stromrechnung der nächsten Jahre.

GEG und Förderung

Was Pflicht ist und was gefördert wird

Rund um die Heizung stehen zwei Fragen oft nebeneinander: Was schreibt das Gesetz vor, und was wird gefördert. Das Gebäudeenergiegesetz verlangt, dass eine neu eingebaute Heizung auf Dauer zu einem wesentlichen Anteil mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Eine funktionierende alte Heizung darf weiterlaufen und auch repariert werden; die Pflicht greift vor allem beim Einbau einer neuen Heizung, und dafür gelten Übergangsfristen, die an die kommunale Wärmeplanung Ihrer Stadt gekoppelt sind. Die Wärmepumpe ist eine von mehreren Möglichkeiten, diese Vorgabe zu erfüllen, und für viele Häuser die naheliegende. Welche Fristen konkret für Ihre Stadt gelten, ändert sich mit dem Stand der Wärmeplanung; verlassen Sie sich nicht auf pauschale Stichtage, sondern lassen Sie sich den für Sie geltenden Stand erklären.

Bei den Kosten hilft die Förderung. Der Einbau einer Wärmepumpe als Ersatz für eine alte Heizung wird über die Bundesförderung für effiziente Gebäude bezuschusst; die Heizungsförderung läuft für selbstnutzende Eigentümer über die KfW, weitere Fälle über das BAFA. Es gibt eine Grundförderung und daneben mehrere mögliche Zusatzboni, die an Bedingungen geknüpft sind. Die genauen Höhen, Höchstgrenzen und Voraussetzungen ändern sich immer wieder, deshalb nennen wir hier bewusst keine festen Prozentzahlen oder Beträge. Verbindlich ist die Reihenfolge: erst beraten lassen und den Antrag stellen, dann beauftragen und einbauen. Für den Nachweis liefert der Fachbetrieb eine Fachunternehmererklärung, je nach Programm ist ein Energie-Effizienz-Experte einzubinden. Prüfen Sie den aktuellen Stand bei der KfW oder beim BAFA, bevor Sie etwas unterschreiben.

Worauf Sie achten

Woran Sie einen guten Betrieb erkennen

Ein belastbares Vorgehen rechnet zuerst, berät ehrlich und plant die Anlage auf eine niedrige Vorlauftemperatur. Diese Punkte helfen beim Vergleich.

Heizlast wird berechnet

Ein guter Betrieb berechnet die Heizlast und prüft die Heizflächen, bevor er ein Gerät vorschlägt. Eine Auslegung nach Wohnfläche oder nach dem alten Kessel führt zu einer zu großen und ineffizienten Anlage.

Vorlauftemperatur im Blick

Er sagt Ihnen, mit welcher Vorlauftemperatur Ihr Haus auskommt, und ob einzelne Heizkörper getauscht werden sollten. Daran hängt die Jahresarbeitszahl und damit die Stromrechnung.

Aufstellung und Schall geplant

Der Aufstellort des Außengeräts wird mit Blick auf Abstand, Schall und Nachbarn gewählt, das Gerät auf Fundament oder Konsole schwingungsentkoppelt gesetzt und das Kondenswasser frostfrei abgeführt.

Förderung vor dem Auftrag

Ein guter Betrieb klärt die Förderung und die Reihenfolge, bevor Sie unterschreiben, liefert die Fachunternehmererklärung und macht keinen Druck mit angeblichen Stichtagen oder Pauschalpreisen am Telefon.

Häufige Fragen zur Wärmepumpe

Lohnt sich eine Wärmepumpe auch im Altbau?

Oft ja, aber es hängt vom Haus ab, und pauschale Versprechen sind unseriös. Eine Wärmepumpe arbeitet dann sparsam, wenn sie mit einer niedrigen Vorlauftemperatur auskommt, weil jeder zusätzliche Grad Vorlauf Strom kostet. Entscheidend ist also nicht allein das Baujahr, sondern das Verhältnis aus Wärmebedarf und vorhandener Heizfläche. Ein gut gedämmtes Haus mit Fussbodenheizung ist der einfache Fall. Aber auch viele unsanierte Altbauten lassen sich mit einer Luft-Wärmepumpe beheizen, wenn die Heizkörper gross genug sind oder an einzelnen kritischen Räumen gegen größere Flächen getauscht werden und das System hydraulisch abgeglichen wird. Manchmal reichen schon neue Heizkörper in zwei oder drei Räumen. Ein ehrlicher Fachbetrieb rechnet das vorher durch, statt zu raten, und sagt Ihnen auch, wenn zuerst eine Teilsanierung oder ein Fenstertausch sinnvoller ist. Wer eine alte Heizung einfach eins zu eins durch eine Wärmepumpe ersetzt, ohne die Heizflächen und den Abgleich zu prüfen, riskiert hohe Stromkosten.

Welche Art von Wärmepumpe ist die richtige?

Das entscheidet der Einzelfall. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die häufigste Wahl im Bestand, weil sie keine Bohrung und keine Genehmigung für die Wärmequelle braucht und sich meist gut nachrüsten lässt; sie ist in der Anschaffung günstiger, arbeitet an sehr kalten Tagen aber etwas weniger effizient, weil die Aussenluft dann kalt ist. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme ueber eine Tiefenbohrung oder einen Flächenkollektor im Garten. Sie ist aufwendiger, teurer und genehmigungspflichtig, liefert dafür eine gleichmäßige Quelltemperatur und ueber das Jahr meist die höchste Effizienz, was sich bei höherem Wärmebedarf und langer Nutzung rechnet. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe zieht Grundwasser ueber zwei Brunnen und ist sehr effizient, aber an die Wasserqualität und eine wasserrechtliche Erlaubnis gebunden und nur bei passendem Untergrund möglich. Welche Variante passt, hängt vom Grundstück, vom Wärmebedarf, vom Budget und von den oertlichen Vorgaben ab. Ein Fachbetrieb wählt sie nach der Besichtigung, nicht nach Katalog.

Wie laut ist das Außengerät, und wo darf es stehen?

Das Außengerät einer Luft-Wärmepumpe erzeugt ein Geräusch, weil ein Ventilator Luft durch den Verdampfer zieht. Moderne Geräte sind deutlich leiser als aeltere, und viele haben einen Nacht- oder Flüstermodus. Trotzdem ist der Aufstellort wichtig, vor allem mit Blick auf die Nachbarn: Das Gerät sollte nicht direkt vor ein Schlafzimmerfenster und möglichst nicht in einen engen Winkel zwischen zwei Wänden, der den Schall bündelt. Für den Lärmschutz gegenüber der Nachbarschaft gelten die Immissionsrichtwerte der TA Lärm, die je nach Gebiet und Tag- oder Nachtzeit unterschiedlich sind; konkrete Dezibel-Werte oder Mindestabstände lassen sich seriös nicht pauschal für jeden Fall nennen, weil sie vom Gerät, vom Ort und von der Umgebung abhängen. Ein Fachbetrieb wählt den Aufstellort so, dass die Werte eingehalten werden, nutzt bei Bedarf schallmindernde Massnahmen und stellt das Gerät schwingungsentkoppelt auf. Im Zweifel klären Sie die baurechtlichen Vorgaben mit Ihrer Gemeinde, bevor der Aufstellort festgelegt wird.

Was bedeutet die Jahresarbeitszahl?

Die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, beschreibt, wie viel Wärme eine Wärmepumpe ueber ein ganzes Jahr aus einer Einheit Strom gewinnt. Eine JAZ von drei bedeutet vereinfacht, dass aus einem Teil Strom drei Teile Heizwärme werden, weil der größte Teil der Wärme kostenlos aus Luft, Erdreich oder Grundwasser stammt. Je höher die JAZ, desto sparsamer läuft die Anlage. Der wichtigste Hebel dafür ist eine niedrige Vorlauftemperatur: Eine Wärmepumpe, die Wasser nur auf etwa 35 Grad für eine Fussbodenheizung bringen muss, arbeitet deutlich effizienter als eine, die für kleine Heizkörper 55 Grad oder mehr erzeugt. Deshalb zahlen sich grosse Heizflächen, ein sauberer hydraulischer Abgleich und eine gut eingestellte Heizkurve direkt in der JAZ aus. Die JAZ ist keine feste Geräteeigenschaft, sondern ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Gerät, Haus und Einstellung. Ein Fachbetrieb legt die Anlage so aus, dass die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich bleibt.

Gibt es eine Förderung für die Wärmepumpe?

Ja. Der Einbau einer Wärmepumpe als Ersatz für eine alte Heizung wird ueber die Bundesförderung für effiziente Gebäude gefördert; die Heizungsförderung läuft für selbstnutzende Eigentümer ueber die KfW, andere Massnahmen und Fälle ueber das BAFA. Es gibt eine Grundförderung und daneben mehrere mögliche Zusatzboni, die an Bedingungen geknüpft sind. Die genauen Förderhöhen, Höchstgrenzen und Voraussetzungen aendern sich immer wieder, deshalb nennen wir hier bewusst keine festen Prozentzahlen oder Beträge. Verbindlich ist die Reihenfolge: erst beraten lassen und den Antrag stellen, dann den Auftrag vergeben und einbauen, nicht umgekehrt. Für den Nachweis liefert der Fachbetrieb eine Fachunternehmererklärung, und je nach Programm ist ein Energie-Effizienz-Experte einzubinden. Prüfen Sie den aktuellen Stand direkt bei der KfW beziehungsweise beim BAFA oder lassen Sie ihn vom Fachbetrieb und vom Energie-Effizienz-Experten bestätigen, bevor Sie etwas unterschreiben.

Muss ich wegen des Gebäudeenergiegesetzes jetzt eine Wärmepumpe einbauen?

Nicht sofort und nicht zwingend eine Wärmepumpe. Das Gebäudeenergiegesetz verlangt, dass eine neu eingebaute Heizung auf Dauer zu einem wesentlichen Anteil mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Eine funktionierende alte Heizung darf weiterlaufen und auch repariert werden; die Pflicht greift vor allem beim Einbau einer neuen Heizung, und dafür gelten Uebergangsfristen, die an die kommunale Wärmeplanung Ihrer Stadt gekoppelt sind. Die Wärmepumpe ist eine von mehreren Möglichkeiten, die Vorgabe zu erfüllen, und für viele Häuser die naheliegende, weil sie keinen Brennstoff braucht und sich fördern lässt. Welche Fristen und Pflichten konkret für Ihr Haus und Ihre Stadt gelten, hängt vom Einzelfall ab und aendert sich mit dem Stand der Wärmeplanung. Verlassen Sie sich nicht auf pauschale Aussagen, sondern lassen Sie sich den für Sie geltenden Stand von einem Energieberater oder einem Fachbetrieb erklären. Ein seriöser Betrieb nennt Ihnen die Möglichkeiten ehrlich, statt Druck mit angeblichen Stichtagen zu machen.

Lohnt sich die Kombination mit einer Photovoltaikanlage?

Oft ja, weil beide gut zusammenpassen. Eine Wärmepumpe läuft mit Strom, und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt eigenen Strom, der sonst ins Netz fliesst. Fällt ein Teil des Heiz- und vor allem des Warmwasserbedarfs in Zeiten mit Sonne, lässt sich der selbst erzeugte Strom direkt nutzen, was die Stromkosten der Wärmepumpe senkt. Im Winter, wenn der Wärmebedarf am höchsten ist, liefert die Photovoltaik allerdings am wenigsten, deshalb ersetzt sie den Netzbezug nicht, sondern ergänzt ihn. Sinnvoll ist, beide Anlagen aufeinander abzustimmen, etwa ueber eine Steuerung, die die Wärmepumpe oder die Warmwasserbereitung bevorzugt dann laufen lässt, wenn die Sonne scheint, und gegebenenfalls einen Stromspeicher. Ob sich der zusätzliche Aufwand rechnet, hängt von Dach, Verbrauch und Investition ab und gehört durchgerechnet, nicht versprochen. Unabhängig davon gibt es für die Wärmepumpe oft einen günstigeren, gesondert gemessenen Wärmepumpenstromtarif; danach fragt der Fachbetrieb beim Netzbetreiber.

Luft-Wasser-Wärmepumpe als Außeneinheit im Hausgarten neben der Terrasse auf Betonfundament mit Abstand zur Hauswand

Städte

Wärmepumpe in Ihrer Stadt

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