Vor Ort
Schalksmühle: enges Volmetal und raue Höhen im Märkischen Kreis
Schalksmühle liegt im Märkischen Kreis im nördlichen Sauerland und zählt rund 10.400 Einwohner unter der Postleitzahl 58579. Der Name verweist auf die Mühlen, die einst die Wasserkraft der Volme nutzten, und bis heute prägt der Fluss die Gemeinde: Der Ortskern drängt sich auf etwa 250 Metern in den schmalen Talgrund, kaum breiter, als Fluss, Straße und Bahnlinie es zulassen. Rechts und links steigt das Gelände steil an, und auf den Hochflächen liegen die Ortsteile Dahlerbrück, Hülscheid, Heedfeld und Spormecke zum Teil deutlich jenseits der 400 Meter. Zwischen Talsohle und Kuppe türmen sich so mehrere Hundert Meter Unterschied auf engstem Raum. Für die Heizungsplanung bedeutet das: Ein einheitliches Rezept für die ganze Gemeinde gibt es nicht, denn die Bedingungen im Tal und auf den Höhen unterscheiden sich grundlegend.
Gerade die enge Tallage hat eine Tücke, die man leicht übersieht. An windstillen, klaren Winternächten fließt die schwere Kaltluft von den Hängen nach unten und sammelt sich im Grund der Volme zu einem regelrechten Kaltluftsee. Dort wird es spürbar kälter als wenige Höhenmeter weiter oben am Hang. Auf den freien Hochflächen wiederum weht der Wind ungebremst, und die Frostphasen ziehen sich länger hin als im Flachland. Beide Lagen verlangen, dass die Heizlast nicht nach grobem Daumenwert, sondern auf den tatsächlichen Normaußentemperaturwert des jeweiligen Standorts gerechnet wird. Ein Gerät, das nur für milde Winter gedacht ist, müsste sonst an den kalten Tagen ständig mit dem teuren Heizstab nachhelfen. Der Partnerbetrieb schaut sich darum zuerst an, ob Ihr Haus im Talgrund oder auf der Höhe steht, und legt Leistung sowie Reserve für die kältesten Stunden entsprechend aus.
Auch die Bebauung ist in Schalksmühle bunt gemischt. Im Tal reihen sich ältere Wohn- und Geschäftshäuser dicht aneinander, oft über Generationen gewachsen und mit knappem Abstand zum Nachbarn. Auf den Höfen und in den Siedlungen der Hochflächen stehen die Häuser dagegen frei, mit Platz ringsum, dafür ungeschützt vor Wind und Wetter. Ein durchgehendes Gasnetz, auf das man einfach ausweichen könnte, fehlt außerhalb des Kerns vielerorts, und so heizt in den Außenlagen mancher Haushalt bis heute mit Öl oder Flüssiggas. Baualter, Dämmzustand und Leitungswege wechseln dadurch von Grundstück zu Grundstück stark. Wer eine Wärmepumpe plant, kommt deshalb um einen Ortstermin nicht herum: Der Betrieb nimmt den wirklichen Zustand des Hauses auf, statt eine Lösung von der Stange überzustülpen, die weder zur Lage noch zum Gebäude passt.