Arten und Aufstellung
Luftwärme, Erdsonde oder Grundwasser: die Quellenfrage in Breckerfeld
In Breckerfeld fällt die Wahl meist auf die Luft-Wasser-Wärmepumpe, weil sie ohne Erdarbeiten auskommt und sich auf nahezu jedem Grundstück unterbringen lässt. Ein weiterer Vorteil der Luftanlage ist der geringe Platzbedarf im Haus, denn außer Speicher und Hydraulik muss nichts untergebracht werden. Auf den weiten, dünn bebauten Flächen der Höhe kann sich aber auch die Erdwärme rechnen, denn im Boden bleibt die Temperatur über den langen Winter stabil, während die Außenluft stark schwankt. Zu bedenken ist der Untergrund: Unter der Stadt liegt die devonische Rumpffläche des Schiefergebirges, also festes Gestein, das eine Erdsonde zur Sache für ein Bohrunternehmen macht. Jede Bohrung setzt eine wasserrechtliche Erlaubnis voraus. Die Ennepetalsperre dient der Brauchwasserversorgung und ist kein Trinkwasserschutzgebiet, dennoch stimmt der Partnerbetrieb die Zulässigkeit vorab mit der Unteren Wasserbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises ab.
Beim Standort des Außengeräts gibt in Breckerfeld der Wind den Ausschlag. Sinnvoll ist eine geschützte Hausseite im Windschatten, auf einem tragfähigen Fundament unterhalb der Frostgrenze oder auf verschraubten Konsolen, von der Wand entkoppelt, damit keine Schwingungen ins Haus wandern. So muss das Gerät nicht dauernd gegen Böen anlaufen, und der Schall bleibt vom Nachbargrundstück fern. Für den Schall gelten die Richtwerte der TA Lärm, nachts in Wohngebieten besonders niedrig; der Betrieb hält Abstand zur Grundstücksgrenze und dreht die Ausblasöffnung vom Nachbarhaus weg. Im alten Stadtkern führt die gedämmte Leitung auf möglichst kurzem Weg nach innen; auf den Hanggrundstücken am Ortsrand prüft ein erfahrener Betrieb außerdem, dass der Sockel auf abschüssigem, oft feuchtem Boden dauerhaft nicht nachgibt und das Tauwasser kontrolliert abläuft.
Eine dritte Möglichkeit ist die Grundwasser-Wärmepumpe. Sie braucht zwei Brunnen, einen zum Fördern und einen zum Versickern, und liefert über das Jahr sehr gleichmäßige Temperaturen. Ob der Untergrund an Ihrem Standort genug Wasser führt und ob eine Nutzung genehmigt wird, lässt sich nicht pauschal sagen; das klärt der Betrieb zusammen mit der Wasserbehörde und einer Probebohrung. Bei der Bauart der Luftanlage hat man zudem die Wahl zwischen einem Monoblock, bei dem der Kältekreis vollständig im Außengerät sitzt und nur Heizungswasser ins Haus geführt wird, und einer Split-Anlage mit getrenntem Innenteil; die erste Variante erleichtert die Durchführung durch die dicken Außenwände des alten Kerns. Welche Quelle und Bauart am Ende passt, entscheidet der Fachbetrieb nicht nach Katalog, sondern nach Grundstück, Bodenverhältnissen und dem Wärmebedarf Ihres Hauses.