Leckortung und Wasserschaden

Leckortung Bochum

In einer Gründerzeitvilla in Ehrenfeld dringt Feuchte durch die Sockelfliesen, und niemand kann sagen, ob eine alte Bleileitung im Kellerboden versagt oder ob der Bergbau unterm Haus die Grundleitung verzogen hat? Oder auf einem Grundstück in Wattenscheid rückt der Wasserzähler weiter, obwohl im aufgeschütteten Boden der ehemaligen Zeche nichts an die Oberfläche kommt? Über Fachbetrieb24 landet Ihre Bochumer Anfrage bei einem qualifizierten Betrieb für Leckortung und Wasserschadensanierung. Er bringt eigene Messtechnik mit und findet die undichte Stelle vor Ort, ohne dass Estrich, Wand oder Grundleitung vorab geöffnet werden müssen. Womit an Kosten zu rechnen ist, sagt er Ihnen nach der Begutachtung der Lage vor Ort. So bleibt der Eingriff klein gehalten, und Sie halten am Ende ein Ortungsprotokoll in der Hand, mit dem sich die Regulierung sauber führen lässt.

  • Leck orten statt auf Verdacht aufstemmen
  • Ortungsprotokoll für die Versicherung
  • Partnerbetrieb für Bochum und Umgebung
Techniker ortet mit einer Wärmebildkamera eine feuchte Stelle an der Wand in Altbau-Wohnzimmer, ohne sie aufzustemmen

Leck finden statt Wand aufreißen

Ein Fachbetrieb ortet die undichte Stelle in Bochum mit Messtechnik und grenzt sie auf wenige Zentimeter ein, bevor etwas geöffnet wird. So bleibt der Schaden am Bau klein.

Schnelle Hilfe im Wasserschaden

Bei Wasser im Haus zählt jede Stunde. Ein vermittelter Betrieb hilft, die Ursache zu finden, die Nässe einzudämmen und die Trocknung einzuleiten.

Sauber dokumentiert für die Versicherung

Fotos, Feuchtewerte und ein Ortungsprotokoll sind die Grundlage der Schadenregulierung. Der Betrieb dokumentiert die Ortung nachvollziehbar.

Partnerbetrieb vor Ort

Fachbetrieb24 vermittelt. Die Ortung, Trocknung und Reparatur macht ein vermittelter Fachbetrieb aus der Region. Den Preis nennt er nach der Einschätzung vor Ort.

Gelbe Ortstafel Bochum mit der Kopfzeile Leckortung
Fachbetrieb in Bochum: Ein vermittelter Partnerbetrieb übernimmt die Arbeiten vor Ort, den Preis nennt er nach Sichtung vor Ort.

Bausubstanz und Leitungsnetz

Gründerzeit über altem Bergbau, aufgefüllte Zechenflächen im Norden, Ruhrsteilhänge im Süden: was in Bochum verdeckt Wasser verliert

Wärmebildkamera zeigt eine warme Wasserleitung im Boden als farbige Spur

Im gründerzeitlichen Gürtel um Ehrenfeld, Wiemelhausen, Grumme und Teilen der Innenstadt stehen Blocks aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, tief gegründet und lang gestreckt. Unter diesen Häusern verlaufen oft noch alte Steinzeugleitungen in kurzen Rohrschüssen, teils sogar Bleianschlussleitungen im ersten Kellerbereich. Setzt sich der Boden über einem Grubenfeld auch nur um wenige Zentimeter, verrutschen die Muffen, und an der aufgehenden Fuge tritt Wasser aus, oder Feinwurzeln finden Halt. Weil die Bochumer Innenstadt zusätzlich in einer flachen Senke liegt, in der das Grundwasser bei starkem Regen ansteigt, mischt sich austretendes Leitungswasser rasch mit der Bodenfeuchte. Eine feuchte Wand im Ehrenfelder Sockel kann darum aus dem Rohr, aus aufsteigender Mauerfeuchte im Altbau oder aus dem angehobenen Grundwasserspiegel stammen; erst die Messung trennt die Anteile.

Auf den zahllosen ehemaligen Zechen- und Industrieflächen im Norden und Westen der Stadt, vom Bergbau-Museum und dem Bochumer Verein über die Zechen Hannover und Präsident bis zu den ehemaligen Anlagen in Wattenscheid, liegt heute oft ein aufgefüllter Boden aus Schlacke, Bauschutt und altem Fundamentbestand. In solch heterogenem Untergrund folgt austretendes Wasser lieber den Hohlräumen als dem Verlauf des Rohrs, sodass eine undichte Grundleitung sich seltener als sauberer Nassfleck überm Schaden zeigt, sondern eher als weiterrückendes Zählwerk ohne Zapfen oder als Feuchte fern vom Fundort. In den dicht gebauten alten Werksiedlungen kommen lange Reihen gleich alter Hausanschlüsse hinzu, die im selben Jahrzehnt verlegt wurden und nun gemeinsam altern. Genau hier zeigt die Ortungstechnik ihre Stärke, weil sie den Defekt punktgenau umkreist, statt in aufgefülltem Zechenboden aufs Geratewohl zu graben.

Im Süden verschiebt sich das Bild zum Steilhang: In Stiepel, Dahlhausen und den Ruhrhöhen sitzen Häuser am Ruhrsandsteinhang; von oben drückt Schichtenwasser aus den bewaldeten Höhen gegen die Kellerwände, und zu verstreuten Grundstücken führen lange Hofleitungen über das Gefälle. Am Kemnader See hält das Grundwasser hoch, und beim Hochwasser 2021 liefen zahlreiche Keller im Ruhrhang mit Bach- und Rückstauwasser voll. Ein echter Rohrschaden verbirgt sich unter solchen Bedingungen leicht hinter der von außen eindringenden Nässe. Ein Betrieb, der das Reliefband der Stadt kennt, klärt zuerst per Feuchtemessung, ob überhaupt Leitungswasser beteiligt ist, ehe am Hang eine Außenabdichtung veranschlagt oder eine tragende Wand aufgemacht wird.

Woran man es merkt

Anzeichen für einen Wasserschaden in Bochum

Nicht jede feuchte Stelle ist ein Rohrbruch. Aber wenn diese Anzeichen zusammenkommen, lohnt sich die Ortung durch einen Fachbetrieb, bevor aus einer verdeckten Nässe ein Schimmelschaden wird.

  • In einer Ehrenfelder Gründerzeitwohnung zieht sich hinter der Sockelleiste im Souterrain ein feuchter Rand nach oben und wird über Wochen größer. In den kompakten Blocks des späten 19. Jahrhunderts fehlt häufig eine durchgehende Horizontalsperre, sodass Wandfeuchte kapillar aufsteigt. Zugleich stehen tiefe Keller in einer Senke, in der das Grundwasser bei starkem Regen ansteigt. Am Sockel überlagert sich das mit einem echten Leitungsschaden. Bitte nicht: Den feuchten Rand nicht überstreichen oder mit Sanierputz zudecken, bevor die Ursache steht. Sinnvoll: Ehe die Wand geschlossen wird, ermitteln lassen, ob Leitungswasser, aufsteigende Mauerfeuchte oder erhöhtes Grundwasser die Nässe speist.
  • Auf einem Grundstück in Wattenscheid oder Werne, das auf einem ehemaligen Zechenfeld steht, läuft die Wasseruhr weiter, obwohl niemand zapft und im aufgefüllten Boden nichts sichtbar wird. Auf ehemaligen Zechenflächen liegen aufgefüllte Böden mit Schlacke und Bauschutt, und der Bergbau hinterließ Hohlräume dicht unter dem Gelände. Austretendes Wasser sucht sich in diesen Schichten unberechenbare Wege und versickert, sodass allein das weiterlaufende Zählwerk den Verlust anzeigt. Bitte nicht: Einen stillen Verlust nicht bis zur Jahresabrechnung mitlaufen lassen. Sinnvoll: Über Nacht den Zähler notieren, den Haupthahn versuchsweise sperren und die Leitung orten lassen, ehe im Zechenboden gegraben wird.
  • Ein Haus in Stiepel oder Dahlhausen steht am Ruhrsteilhang, und die Kellerwand bleibt feucht, besonders nach ausgiebigem Regen. Aus den bewaldeten Ruhrhöhen läuft Schichtenwasser dem Gefälle nach und drückt gegen die Kellerwände. Ein echter Rohrschaden verbirgt sich hier leicht hinter der von außen eindringenden Nässe. Bitte nicht: Keine teure Außenabdichtung veranschlagen, ehe geklärt ist, ob nicht ein Rohr die Ursache ist. Sinnvoll: Zuerst messtechnisch klären lassen, ob Leitungswasser mitwirkt, bevor am Hang die Wand freigelegt wird.
  • Die Heizung verliert wieder und wieder Druck und muss oft nachgefüllt werden, obwohl sich nirgends Wasser zeigt. Ein anhaltender Druckverlust im Heizkreis spricht für ein Leck an einer warmführenden Leitung, oft unter dem Estrich. In den aufgefüllten Böden der Stadt versickert das Wasser, statt aufzutauchen. Bitte nicht: Das ständige Nachfüllen nicht bagatellisieren, dahinter steht meist ein dauerhafter Verlust. Sinnvoll: Die warmführende Leitung mit Thermografie und Horchtechnik einmessen lassen, statt den Estrich großflächig zu öffnen.
  • Nach starkem Regen tritt in einem Bochumer Keller Wasser ein, wie beim Hochwasser im Juli 2021, und danach bleibt eine Restfeuchte in Wand und Boden zurück. Bei Starkregen treten Bach- und Kanalisationswasser stellenweise aus, und im Ruhrhang und in den innerstädtischen Senken drückt zusätzlich Wasser gegen tief gegründete Keller. Einmal eingedrungenes Fremdwasser lässt sich später kaum von einem gleichzeitigen Rohrschaden trennen. Bitte nicht: Die verbliebene Feuchte nach dem Rückgang nicht sich selbst überlassen, sonst nistet sie sich im Bauteil ein. Sinnvoll: Den Betrieb die Feuchtelage vermessen und scheiden lassen, ob nur Fremdwasser eindrang oder auch ein Rohr beteiligt war.
  • Vor dem Kauf eines alten Hauses in Bochum ist unklar, aus welcher Zeit die verborgenen Leitungen stammen und wie es unter dem Grundstück aussieht. In Gründerzeit- und Werksiedlungen liegt oft betagtes Steinzeug oder sogar Blei, und Bestandspläne sind selten. In den weiträumig unterbauten Vierteln fällt ein schleichender Verlust zudem spät auf, weil das Wasser in Auffüllungen und alten Grubenräumen verschwindet. Bitte nicht: Nicht darauf hoffen, dass ungeprüfte Altrohre schon halten. Sinnvoll: Vor Erwerb oder Sanierung die Bausubstanz auf Feuchte prüfen und die Grundleitung im Zweifel per Kamera und Druckprobe einmessen lassen.

Klingt das nach einem Leck bei Ihnen?

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen. Die Ersteinschätzung ist kostenfrei und unverbindlich.

Techniker füllt an einer entleerten Leitung ein Prüfgas ein, um die undichte Stelle mit Tracergas zu orten

Zerstörungsarme Ortung

Zerstörungsarm orten in Bochum: Feuchtekartierung im Altbau, Akustik und Wärmebild über dem Bergbau, Formiergas in Auffüllungen

Weil sich in Bochum gründerzeitliches Kellermauerwerk, altbergbaudurchzogener Boden und Ruhrsteilhang so unterschiedlich verhalten, beginnt fast jede Ortung mit einer Feuchtekartierung. Der Betrieb tastet mit dem kapazitiven Messgerät Wand, Sockel und Bodenplatte ab, bestimmt Tiefe und Ausdehnung der Feuchte und trennt den feuchten vom trockenen Bereich. In den innerstädtischen Senken sagt die Verteilung oft schon viel: Eine breit aus dem Boden ansteigende Feuchte deutet auf angehobenes Grundwasser, eine schmale, mitunter warme Spur eher auf ein leckes Rohr. Auf altem Bergbau und in aufgefüllten Böden klärt die Kartierung vorab, ob Leitungswasser überhaupt beteiligt ist oder ob nur Schicht- oder Sickerwasser dagegen drückt. Aus dem breit gestreuten Anfangsverdacht wird eine eng umgrenzte Zone, aus der sich das nächste Ortungsgerät ableitet.

Führt ein Rohr Warmwasser, macht die Wärmebildkamera den Verlauf als helle Bahn auf Wand und Estrich sichtbar. Steht die Leitung unter Druck, rücken elektroakustisches Bodenmikrofon und Korrelator vor, die das feine Zischen der Austrittsstelle aus dem Alltagsgeräusch der Großstadt herausfiltern. In aufgefülltem Zechenboden und über alten Grubenräumen spielt Formiergas seine Stärke aus: Ein unbedenkliches Prüfgas wird in die entleerte Leitung eingespeist, entweicht allein am Defekt und wird an der Oberfläche registriert, auch wenn das Wasser längst in einem Hohlraum verschwunden ist. Alte Steinzeugstränge werden zusätzlich mit der Rohrkamera befahren; sie zeigt offene Muffen, Wurzeleinwuchs und Brüche im Bild. Welches Gerät zuerst zum Zug kommt, entscheiden Zustand und Medium der Leitung.

Welche Werkzeugfolge der jeweilige Bochumer Fall braucht, bestimmt die Adresse. Ein Ehrenfelder Souterrain unter Gründerzeitputz verlangt anderes als eine Grundleitung über einem alten Grubenfeld in Wattenscheid oder ein Sickerkeller an einem Ruhrsteilhang in Stiepel. Der Ortungsbetrieb kombiniert die Verfahren nach Anlass. Das Ergebnis soll immer dasselbe sein: eine mit Bild und Feuchtemesswert dokumentierte, eng umgrenzte Fundstelle, an der Rohrsanierer und Versicherung direkt weiterarbeiten können, ohne dass im Bestand großflächig aufgestemmt oder über einem Grubenfeld nach Gefühl gebaggert werden muss.

Trocknung und Reparatur

Nach der Ortung: Reparatur der Leitung und Bautrocknung in Bochum

Bautrockner steht in einem leergeräumten Raum und entzieht der feuchten Wand die Restfeuchte

Steht der Fundpunkt fest, kann die Instandsetzung ohne weiteres Suchen beginnen, weil aus der Ortung hervorgeht, welches Bauteil versagt hat. Eine abgesackte Steinzeugleitung unter einem Gründerzeithaus wird gezielt freigelegt und neu eingebettet, eine Kupferleitung im Estrich lediglich am ausgewiesenen Punkt geöffnet, und bei einer langen Hofleitung in Stiepel setzt der Aushub genau am georteten Meter an. Die Rohrarbeit übernimmt ein Sanitär- und Heizungsbetrieb, dem die Ortung den Weg zum Defekt schon frei gemacht hat. Ob unter einem Ehrenfelder Kellerboden oder über einem alten Grubenraum, das freigelegte Fenster bleibt so eng wie möglich, damit im dicht bebauten Stadtgebiet nur das Nötigste geöffnet wird.

Ein reparierter Anschluss allein macht das Haus noch nicht trocken. Sitzt Restwasser im Bauteil, arbeitet der Schaden verdeckt weiter, und die massiven Kellermauern der Gründerzeit geben eingedrungene Feuchte nur langsam wieder ab. Kondens- oder Adsorptionstrockner senken über mehrere Tage bis Wochen die Raum- und Bauteilfeuchte, und liegt Wasser in der Dämmschicht unter dem Estrich, holt es eine Dämmschichttrocknung im Über- oder Unterdruckverfahren gezielt heraus. Fortlaufende Messreihen halten den Fortschritt fest und geben Wand, Estrich und Boden erst dann frei, wenn die Werte stimmen und im Altbestand keine Restnässe zurückbleibt.

Versicherung

Wasserschaden und Versicherung in Bochum

Ein Leitungswasserschaden in Bochum trifft in der Regel zwei Versicherungen. Für das Gebäude samt fest verlegter Wasserführung springt die Wohngebäudepolice ein, für durchnässtes Mobiliar der Hausrat, jeweils im vereinbarten Rahmen. Den Ortungsaufwand rechnen viele Gesellschaften der Behebung zu, weil sich ohne die Fundstelle nichts sanieren lässt. In Bochum entscheidet die saubere Ursachentrennung: Wasser aus einem defekten Rohr ist ein Leitungswasserschaden, aufsteigende Mauerfeuchte im Gründerzeitbau oder ein bei Starkregen angehobener Grundwasserspiegel dagegen nicht, und Schichtenwasser am Ruhrsteilhang, in den Keller gelaufenes Hochwasser oder Rückstau aus dem Kanal fallen je nach Wasserart und Tarif in die Elementardeckung oder gar nicht darunter. Weil diese Quellen an der feuchten Wand kaum optisch zu trennen sind, entscheidet der messtechnisch belegte Nachweis über die Regulierung.

Die tragenden Belege entstehen unmittelbar nach dem Fund: Bilder des Schadens vor jeder Aufräumarbeit, die dokumentierten Feuchtewerte und das Ortungsprotokoll. Gerade in der Großstadt, in der bei Starkregen Rückstau aus dem Kanal, Bachwasser und ein gleichzeitiger Rohrschaden zusammenfallen können (zuletzt bei der Hochwasserlage im Juli 2021), wiegt der belegte Ursprung der Feuchte schwer, weil sich diese Wasserarten sonst nur schwer auseinanderhalten lassen. Melden Sie den Fall unverzüglich und lassen Sie größere Arbeiten vorab freigeben; ob und in welchem Umfang Ihre Gesellschaft eintritt, teilt sie Ihnen verbindlich selbst mit.

Verbindliche Aussagen zur Kostenübernahme kann nur Ihre Versicherung selbst treffen.

Vor Ort im Detail

Bochum: Großstadt auf dem Landrücken zwischen Bergbau-Erbe, Gründerzeitvierteln und den Ruhrsteilhängen im Süden

Bochum liegt zentral im Ruhrgebiet auf dem sogenannten Bochumer Landrücken, einer flachen Erhebung, die zugleich die Wasserscheide zwischen Ruhr und Emscher bildet. Nach Norden fällt das Stadtgebiet sanft zur Emscher, nach Süden steiler zur Ruhr ab. Für die Leckortung ist diese Lage außergewöhnlich, weil an der Wasserscheide Regen und ausgetretenes Leitungswasser in zwei Richtungen zugleich abgeführt werden. Ein Verlust im Kellerboden meldet sich darum häufig nicht direkt am Rohr, sondern taucht abseits an der Sohle auf. Ein Fachbetrieb umkreist die Fundstelle deshalb zuerst mit Feuchtemessung und Akustik, ehe im Bochumer Untergrund gegraben wird.

Über ein Jahrhundert war Bochum eine der bedeutendsten Bergbaustädte des Ruhrgebiets, mit Zechen wie Prinz Regent, Vereinigte Präsident, Hannibal und dem Bochumer Verein als Stahlwerk. 1973 ging mit der Zeche Hannover die letzte Förderung zu Ende, doch der Bergbau wirkt im Boden fort. Über alten Abbaufeldern kann sich das Gelände geringfügig setzen, was Grundleitungen unter Zug bringt und Muffen aufziehen lässt. Auf ehemaligen Zechen- und Kokereiflächen liegen aufgefüllte, mit Schlacke und Bauschutt durchsetzte Böden. Für die Ortung heißt das: In solch heterogenem Untergrund folgt austretendes Wasser lieber den Hohlräumen als dem Rohrverlauf, weshalb der Betrieb den Punkt zuerst messtechnisch eingrenzt.

Rund um die Innenstadt, in Ehrenfeld, Wiemelhausen und Grumme, prägen kompakte Gründerzeitblocks aus dem späten 19. Jahrhundert das Bild, tief gegründet und lang gestreckt. Unter diesen Häusern liegen oft noch alte Steinzeugleitungen, teils sogar Bleianschlussleitungen im ersten Kellerbereich. Verschiebt sich der Boden über einem alten Grubenfeld, verrutschen die Muffen, und an der Fuge tritt Wasser aus. Die Innenstadt liegt zudem in einer flachen Senke, in der das Grundwasser bei Starkregen ansteigt. Eine feuchte Wand im Ehrenfelder Sockel kann darum aus dem Rohr, aus aufsteigender Mauerfeuchte oder aus angehobenem Grundwasser stammen; welche Anteile wirken, klärt die Messung.

Im Süden fällt das Stadtgebiet zur Ruhr hin steil ab: In Stiepel, Dahlhausen und Weitmar-Süd sitzen Häuser im Ruhrsandsteinhang, und aus den bewaldeten Höhen drückt Schichtenwasser gegen die Kellerwände. Am Kemnader See hält das Grundwasser hoch, und beim Hochwasser im Juli 2021 traten Bach- und Kanalisationswasser über die Ufer und liefen in zahlreiche Keller im Ruhrhang und in den innerstädtischen Senken. Im Westen wurde 1975 die früher eigenständige Stadt Wattenscheid eingemeindet und brachte ein eigenes altes Zechen- und Siedlungsgefüge ein. So versammelt Bochum vier Welten auf engem Raum: das gründerzeitliche Zentrum über altem Bergbau, die aufgefüllten Zechenflächen, die Ruhrsteilhänge im Süden und die Werksiedlungen im Westen. In jeder greift dieselbe Reihenfolge mit verschobenem Schwerpunkt: erst orten und die Ursache klären, dann punktgenau ausbessern, danach trocknen und den Fundort für die Versicherung sichern. Das Rohr richtet anschließend ein Sanitär- und Heizungsbetrieb. Ein ortskundiger Betrieb erkennt an der Adresse, welche Lage ihn erwartet.

Stadtteile

Wo in Bochum welche Wasserschäden anfallen

In welchem Teil von Bochum Ihr Haus steht, deutet an, aus welcher Zeit die Leitungen stammen und welche Schadensbilder wahrscheinlich sind.

Bochum-Innenstadt und Ehrenfeld

Das gründerzeitliche Zentrum mit tiefen Kellern und teils betagten Leitungen liegt in einer flachen Senke über altem Bergbau. Aufsteigende Mauerfeuchte, angehobenes Grundwasser und Rohrschäden überlagern sich hier häufig.

Wattenscheid

1975 eingemeindeter Bezirk im Westen mit eigenem altem Zechen- und Siedlungsgefüge. Auf aufgefüllten Böden über Grubenfeldern nimmt Wasser unberechenbare Wege, was die Ortung zuerst messtechnisch klärt.

Stiepel und Dahlhausen

Südliche Stadtteile am Ruhrsteilhang mit Schichtenwasser aus den bewaldeten Höhen und langen Hofleitungen zu verstreuten Grundstücken. Am Kemnader See hält zudem das Grundwasser hoch.

Grumme, Werne und Langendreer

Nord- und östliche Stadtteile mit gemischtem Baubestand aus Bergbauzeit und späteren Erweiterungen. Über alten Abbaufeldern können sich Leitungen setzen und ihre Muffen öffnen.

Häufige Fragen zur Leckortung in Bochum

Was kostet eine Leckortung in Bochum?

Eine seriöse Pauschale vorab ist nicht möglich, weil sich der Zeitaufwand am konkreten Anliegen und am Fundort orientiert. Ein feuchtes Souterrain unter einer Gründerzeitfassade in Ehrenfeld erfordert eine andere Vorgehensweise als eine Grundleitung über einem alten Grubenfeld in Wattenscheid oder ein sickerfeuchter Keller im Ruhrsteilhang in Stiepel. Preisbildend sind die Menge der eingesetzten Ortungsverfahren, wie zugänglich die Leitung liegt und wie weit sich das entwichene Wasser im Boden bewegt hat. Eine verbindliche Zahl gibt der Ortungsbetrieb ab, sobald er die Ausgangslage am Objekt oder im Vorgespräch aufgenommen hat. Erkennt Ihre Versicherung den Leitungswasserschaden an, gehört der Ortungseinsatz meist zur ersatzfähigen Reparaturkette; dieser Hinweis lohnt sich früh im Prozess.

Warum wirkt der alte Bergbau in Bochum bis heute auf die Leckortung?

Über ein Jahrhundert wurde in Bochum Kohle gefördert, mit der letzten Zechenschicht 1973. Unter weiten Teilen des Stadtgebiets zieht sich darum ein Geflecht alter Stollen, Schächte und Abbaufelder, und auf früheren Zechen- und Kokereiflächen liegen aufgefüllte Böden aus Schlacke und Bauschutt. Setzt sich das Gelände über einem Abbaufeld auch nur um wenige Zentimeter, geraten starre Grundleitungen unter Zug, und Muffen ziehen auf. Austretendes Wasser folgt dann Hohlräumen und Auffüllungen und taucht nicht über dem Rohr auf. Statt in unsicherem Untergrund auf Verdacht zu graben, umkreist der Ortungsbetrieb die Stelle mit Feuchtemessung, Formiergas und Akustik.

Zahlt die Versicherung die Leckortung und den Wasserschaden in Bochum?

Für das Gebäude mit allen fest eingebauten Rohren tritt in aller Regel die Wohngebäudepolice ein, für bewegliche Sachen die Hausratsdeckung, jeweils im Rahmen der vereinbarten Bedingungen. Der Ortungseinsatz zählt oft zum Wiederherstellungsaufwand, denn eine Reparatur ohne Fundstelle wäre nicht denkbar. Wesentlich in Bochum ist die Trennschärfe der Ursache: Ist Trinkwasser aus einer defekten Installation ausgetreten, greift die Leitungswasserdeckung; kapillar aufsteigende Mauerfeuchte im Gründerzeitbau oder ein bei Starkregen angehobener Grundwasserspiegel gehören nicht dazu. Schichtenwasser am Ruhrsteilhang, Rückstau aus dem Kanal oder in den Keller gelaufenes Hochwasser fallen je nach Wasserart und Tarif in die Elementardeckung oder bleiben außen vor. Zeigen Sie den Fall frühzeitig an und sichern Sie ihn mit Bildern, Feuchtemesswerten und Protokoll. Ob und in welchem Umfang Ihre Gesellschaft eintritt, teilt sie Ihnen verbindlich selbst mit.

Korrelator mit zwei Sensoren an einer Wasserleitung misst das Leckgeräusch in Kellerraum

Allgemeine Fragen zu Thermografie, Feuchtemessung, Tracergas, akustischer Ortung, Bautrocknung und der Rolle der Versicherung beantwortet ausführlich der Themen-Hub Leckortung.

Was wir prüfen, bevor wir einen Betrieb aufnehmen

  • Gewerbe und Handwerksrolle

    nachgewiesen, kein Schwarzarbeiter

  • Betriebshaftpflicht

    Nachweis liegt uns vor

  • Feste Anschrift

    Firma, Inhaber und Adresse geprüft

  • Preis vor der Arbeit

    keine Überraschung auf der Rechnung

Aufnahmeverfahren, kein Gütesiegel: was wir genau abfragen.

Leckortung in Bochum anfragen

Ein feuchter Fleck, ein muffiger Geruch oder ein unerklärlich hoher Wasserverbrauch in Bochum? Schildern Sie es kurz. Die Anfrage geht an einen geprüften Fachbetrieb aus Ihrer Region.

Zum Objekt (optional)

Leckortung rund um Bochum

Ob im Souterrain einer Gründerzeitwohnung in Ehrenfeld, an einer Grundleitung über einem alten Zechenfeld in Wattenscheid oder an einem Sickerkeller im Ruhrsteilhang in Stiepel: In Bochum bestimmen Untergrund und Lage im Stadtgebiet, welche Verfahren die Ortung braucht. Erst wenn die Fehlstelle gemessen und eingegrenzt ist und feststeht, ob Leitungswasser, angehobenes Grundwasser, Schichtenwasser vom Hang, Rückstau aus dem Kanal oder Hochwasser dahintersteckt, lässt sich zielgerichtet reparieren, und ein sauberes Protokoll bringt danach Ruhe in die Regulierung mit der Versicherung.

Zum Überblick über Thermografie, Feuchtemessung, Tracergas, akustische Ortung und Bautrocknung: der Themen-Hub Leckortung. Für die eigentliche Reparatur einer undichten Leitung ist Sanitär und Heizung in Bochum die passende Anlaufstelle.

Leckortung in den Nachbarstädten von Bochum: