Unterbau und Entwässerung
Gefälle, tragfähiger Aufbau und Versickerung
Wie lange eine Pflasterfläche hält, entscheidet der Aufbau unter den Steinen. Der Boden wird auf Frosttiefe ausgehoben, darauf kommt eine lagenweise verdichtete Schottertragschicht, die die Last verteilt und Wasser weiterleitet, darüber ein dünn abgezogenes Splittbett, und außen hält eine in Beton gegründete Kante den Verbund. An den Hängen zu den östlichen Höhen muss die Tragschicht zusätzlich verhindern, dass Wasser sie unterspült. Für befahrbare Einfahrten und Höfe beschreibt die DIN 18318 diesen ungebundenen Aufbau.
Das Gefälle richtet sich nach der Lage. Am Hang im Osten läuft Wasser von oben zu, deshalb gehört dort oft eine Rinne quer zur Einfahrt dazu, die den Zulauf abfängt und vom Haus weg leitet. In den flacheren Lagen im Westen fehlt die Neigung von Natur aus und wird bewusst eingebaut, grob zwei Zentimeter je Meter, damit der Regen überhaupt abzieht. In beiden Fällen gilt: Zuerst wird festgelegt, wohin das Wasser läuft, dann wird gepflastert, nicht umgekehrt.
Weil Ratingen sein Wasser über zwei Bachsysteme ableitet, ist es sinnvoll, den Regen möglichst auf dem Grundstück zu halten, statt ihn in den Kanal zu schicken. Eine Fläche mit weiten Fugen, mit Rasen- oder Sickergittersteinen oder mit porösem Stein lässt den Niederschlag vor Ort versickern, sofern die Schicht darunter ihn aufnimmt. Da Nordrhein-Westfalen die Abwassergebühr getrennt nach Schmutzwasser und versiegelter Fläche erhebt, kann eine durchlässige oder entsiegelte Fläche den Niederschlagsanteil senken. Den Rahmen gibt die Satzung der Stadt vor, die der Betrieb mit dem Amt klärt.