Vor Ort im Detail
Remscheid: Bergischer Barock in Lennep, gründerzeitliches Alt-Remscheid, viel Regen auf der Höhe
Remscheid liegt hoch und im Regen. Als eine der höchstgelegenen Großstädte Deutschlands fängt die Stadt reichlich Niederschlag, weil sich die aufsteigende Luft über den bergischen Höhen abregnet. Für die Malerarbeit bedeutet das, dass die Fassaden dauerhaft stärker gefordert sind als in tieferen, trockeneren Lagen: Wetterseiten veralgen und feuchten durch, Putz und Anstrich altern schneller, und ein Fassadenanstrich braucht eine gründliche Vorbereitung und ein Material, das zur Wetterbelastung passt. Wer hier außen streicht, ist mit einem Betrieb gut beraten, der die Höhenlage kennt.
In Lennep steht eine mittelalterliche Altstadt, die zu den historischen Stadtkernen Nordrhein-Westfalens zählt. Der verschieferte bergische Baustil bestimmt das Bild: Die Wetterseiten sind mit Schiefer verkleidet, Fenster und Zierleisten sind hell gefasst, und farbige Klappläden setzen Akzente. Die Schieferfläche gehört zum Dachhandwerk, doch alle hölzernen Bauteile fallen in die Hand des Malers und brauchen im feuchten Klima regelmäßig einen belastbaren Anstrich. Weil der Stadtkern geschützt ist, können für Farbtöne und Materialien Vorgaben gelten, die ein ortskundiger Betrieb vor der Arbeit klärt.
Alt-Remscheid ist dagegen eine dichte, gründerzeitlich und industriell geprägte Kernstadt, in der die alte Werkzeugindustrie ihre Spuren hinterlassen hat. Hier stehen hohe Altbauräume mit Stuck und Wänden, auf denen sich über Jahrzehnte mehrere Anstriche gestapelt haben, dazu ausgebesserter Putz und feine Risse. In den jüngeren Stadtteilen und Wohnlagen wie Süd und Lüttringhausen kommt ein gemischter Bestand aus verschiedenen Baujahren hinzu. So reicht das Spektrum in Remscheid vom bewitterten Holz am Schieferhaus über den Stuck der Gründerzeit bis zum nüchternen Neubau, und überall gilt am Ende dasselbe: ein tragfähiger Untergrund, eine ehrliche Vorbereitung und ein Betrieb, der den Preis erst nach dem Blick auf die Fläche nennt.