Vor Ort im Detail
Hückeswagen: Schlossberg, enger Kern, Talband an der Wupper und Höfe in den Höhen
Hückeswagen ist ein kleiner Ort mit einem markanten Kern: Auf dem Schlossberg steht das alte Schloss, und darum drängt sich die dichte, kleinteilige Bebauung in schmalen Gassen. Seit einigen Jahren trägt der Ort amtlich den Zusatz Schloss-Stadt. Für die Malerarbeit ist die enge Lage entscheidend, denn Fassaden stehen dicht an dicht, Gerüst und Zufahrt müssen sorgfältig geplant werden, und beim Streichen ist auf die unmittelbaren Nachbarn Rücksicht zu nehmen. Wer hier arbeiten lässt, profitiert von einem Betrieb, der den engen Kern kennt und den Ablauf entsprechend einrichtet.
Der historische Bestand zeigt das typisch bergische Bild aus Fachwerk, verputzten Flächen und Schieferbehang. Der Behang auf der Wetterseite ist Sache des Dachfachbetriebs, während der Maler die verputzten Wände und das hölzerne Beiwerk übernimmt: Fenster, Läden, Türen und Leisten, die dem Wetter ausgesetzt sind und regelmäßig einen belastbaren Anstrich brauchen. Im Inneren sind die Räume oft niedrig und kleinteilig, mit vielen Ecken, schiefen Wänden und über die Jahre mehrfach überstrichenen Flächen, was eine sorgfältige Vorbereitung vor jedem Anstrich verlangt.
Zum Talband der Wupper hin und in den umliegenden Höhen wandelt sich das Bild. Unten am Fluss, wo aus den Seitentälern das Wasser zur Wupper läuft, halten sich Feuchte und Kühle länger und fordern Putz und Anstrich der Talhäuser. Oben verteilen sich zahlreiche Ortschaften, Höfe und Weiler mit eigenem, oft altem Bestand und großzügigeren Fassaden. Am Rand reicht das Stadtgebiet an die Bever- und die Wuppertalsperre, beide Erholungsgewässer und keine Trinkwasserspeicher. So spannt sich die Malerarbeit vom dichten Kern über die Talhäuser bis zum einzelnen Hof, und überall gilt am Ende dasselbe: ein tragfähiger Untergrund und ein Betrieb, der den Preis erst nach dem Blick auf die Fläche nennt.