Vor Ort im Detail
Solingen: Ohligs und Höhscheid aus der Gründerzeit, wiederaufgebaute Mitte, verschiefertes Gräfrath
Die Klingenstadt ist über mehrere alte Ortskerne zusammengewachsen, und das prägt bis heute, was ein Maler vorfindet. In Ohligs, das nach dem Bahnanschluss der 1870er Jahre rasch aufblühte, und in den Wohnstraßen von Höhscheid steht ein dichter Bestand an Gründerzeit- und Jahrhundertwendehäusern mit hohen Räumen, Stuck und mehrfach überstrichenen Altwänden. Dort finden Fachbetriebe häufig kreidende Altfarben, ausgebesserten Putz und feine Risse, die vor dem Anstrich eine sorgfältige Vorbereitung verlangen. Die hohen Räume und der oft empfindliche Stuck machen das Abkleben und das Arbeiten an den Übergängen aufwendiger als im Neubau.
Die eigentliche Innenstadt wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und danach über weite Strecken neu errichtet. Hier prägt schlichter Nachkriegsputz das Bild, mit glatteren Flächen, aber eigenen Alterserscheinungen: Haarrisse, alte Reparaturstellen und abgenutzte Anstriche. Für den Maler bedeutet das oft weniger Zierarbeit, dafür eine gründliche Ausbesserung und einen gleichmäßigen Neuanstrich großer, ruhiger Flächen. Wer in der City streicht, profitiert von einem Betrieb, der die typischen Schwächen dieser Bauzeit kennt und die Wand entsprechend vorbereitet.
Einen ganz eigenen Charakter hat der alte Ortskern von Gräfrath mit seinem historischen Marktplatz und den verschieferten bergischen Häusern; auch in den Randlagen und an den Hängen über den Bachtälern steht dieser regionale Baustil mit Schieferverkleidung und weiß gefassten Fenstern. Die Schieferfläche selbst gehört zum Dachhandwerk, doch Fenster, Türen, Läden und Holzteile fallen in die Hand des Malers und brauchen im regenreichen Bergischen Land regelmäßig einen belastbaren Anstrich. So reicht das Spektrum in Solingen vom Stuck der Gründerzeit über den nüchternen Nachkriegsputz bis zum bewitterten Holz am Schieferhaus, und überall zählt am Ende dasselbe: ein tragfähiger Untergrund und ein Betrieb, der den Preis erst nach dem Blick auf die Fläche nennt.