Vor Ort
Dachdecker in Solingen: verschieferte Höhenrücken, Bachtäler und viel Regen
Solingen sitzt auf mehreren schmalen Höhenrücken, zwischen die sich tief eingeschnittene, bewaldete Bachtäler schieben. Von Gräfrath im Norden über Wald und die Innenstadt bis nach Höhscheid und Ohligs im Westen liegt fast jeder Stadtteil auf einer eigenen Kuppe, und nach Osten fällt das Gelände steil zur Wupper hin ab. Diese zerklüftete Lage bestimmt, was ein Dachdecker in der Klingenstadt vorfindet: Häuser in Hanglage, wetterzugewandte Seiten, die dem Regen des Bergischen Landes voll ausgesetzt sind, und ein bunt gemischter Baubestand aus vielen Jahrzehnten.
Daraus ergeben sich sehr unterschiedliche Aufträge. In Gräfrath und an den alten Hofschaften prägen verschieferte bergische Häuser das Bild, deren graue Wetterseiten regelmäßige Pflege verlangen. In Ohligs, das erst mit dem Bahnanschluss ab den 1870er Jahren aufblühte, stehen steile Gründerzeitdächer mit Gauben und Ziegeldeckung. Rund um die im Krieg zerstörte und wieder aufgebaute Innenstadt kommen jüngere Bauten mit flacheren Dächern hinzu. Und überall dort, wo Häuser am Hang stehen, führt der sichere Zugang über ein Gerüst zu einem eigenen Teil der Arbeit.
Für Solinger Hausbesitzer zahlt sich ein Betrieb aus, der zunächst aufs Dach schaut und daraus sein Angebot ableitet, statt telefonisch mit Pauschalpreisen zu locken. Diese Reihenfolge steckt hinter der Vermittlung: Sie werden mit einem geeigneten Handwerksbetrieb aus dem Bergischen zusammengebracht, der Deckung, Tragwerk und die vielen Anschlüsse in Augenschein nimmt und seine Kalkulation an das bindet, was das Aufmaß ergibt.
Solingen ist mit rund 165.000 Einwohnern die Klingenstadt im Bergischen Städtedreieck und liegt auf mehreren schmalen Höhenrücken, zwischen denen sechs tief eingeschnittene Bachtäler verlaufen; nach Osten bildet die Wupper über weite Strecken die Stadtgrenze. Das Bergische Land ist überdurchschnittlich niederschlagsreich, was Deckung und wetterzugewandte Flächen besonders fordert. Quelle.