Vor Ort
Leckortung in Hagen: das Viertälerland von Volme, Lenne, Ruhr und Ennepe, gründerzeitliche Talkerne und die steilen Schieferhänge zum Sauerland
Hagen sitzt am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets, genau dort, wo die Ebene ins Sauerland ansteigt, weshalb die Stadt gern das Tor zum Sauerland heißt. Auf 160 Quadratkilometern leben hier rund 190.000 Menschen, doch das Gelände ist alles andere als flach: Vom tiefsten Punkt an der Ruhr bei Vorhalle mit 86 Metern bis zur höchsten Kuppe östlich von Bölling mit 438 Metern liegen 352 Höhenmeter, und mehrere Innenstadtstraßen steigen mit über 20 Prozent an, die Treppenstraße in Altenhagen sogar mit 28 Prozent. 42 Prozent des Stadtgebiets sind Wald. Vier Flüsse durchziehen Hagen auf zusammen 52 Kilometern, nämlich Volme, Lenne, Ruhr und Ennepe, in die noch der Wehringhauser Bach mündet. Diese Zerklüftung prägt jede Ortung, denn Wasser folgt am Hang sofort dem Gefälle und meldet sich selten dort, wo das Rohr tatsächlich bricht. Ehe irgendwo aufgegraben wird, kreist ein Fachbetrieb den Verdacht erst mit Messtechnik ein.
Der Untergrund macht Hagen zu einem Sonderfall im Revier: Die Stadt liegt am Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges, der Boden besteht überwiegend aus Tonschiefer und Grauwacke, unterbrochen von Massenkalkzügen, wie sie zwischen Schwelm und Balve als Reste eines devonischen Korallenriffs anstehen. Im Kalk bilden sich Karsthöhlen und Spalten, in denen Wasser unterirdisch eigene Bahnen zieht, statt dem Rohrverlauf zu folgen. In den Auen von Volme, Lenne und Ruhr liegen dagegen Terrassenkiese mit hohem Grundwasserstand, sodass austretendes Leitungswasser dort rasch in der Bodenfeuchte verschwindet. Ein Verlust im Kellerboden eines Talhauses taucht in Hagen darum selten am Ort seines Ursprungs auf, und über festem Schiefer verhält er sich wieder völlig anders als im wassergesättigten Auenkies.
Mitte Juli 2021 suchte eine Flutkatastrophe die Stadt heim: Nach heftigen Niederschlägen wälzten sich die Wassermassen vor allem durch das Volmetal und durch Hohenlimburg, als Bäche und Flüsse über die Ufer traten und tief gelegene Keller füllten. Im gründerzeitlichen Wehringhausen mit seinen gedrängten Zeilen um 1900, im alten Kern von Haspe und im Stadtteil Hohenlimburg mit dem einst stahlgeprägten Nahmertal treffen seither Talkies, Hangwasser und in die Jahre gekommene Bausubstanz aufeinander. Wer in Hagen einen Fachbetrieb für Leckortung braucht, findet in einem Betrieb den richtigen Partner, der diese drei Welten zu deuten weiß: die grundwassernahen Flussauen, die abschüssigen Schieferhänge und die gründerzeitlichen Talkerne. Über die Vermittlung meldet sich ein passender Betrieb aus der Umgebung, der die Ortung eigenhändig ausführt.
Hagen ist mit rund 190.000 Einwohnern eine kreisfreie Großstadt am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets und gilt als Tor zum Sauerland. Auf 160,45 Quadratkilometern reicht das Stadtgebiet vom tiefsten Punkt an der Ruhr bei Vorhalle mit 86 Metern bis auf 438 Meter östlich von Bölling, ein Höhenunterschied von 352 Metern. 42 Prozent der Fläche sind Wald. Vier Flüsse durchziehen die Stadt auf zusammen 52 Kilometern: Volme, Lenne, Ruhr und Ennepe, dazu der Wehringhauser Bach. Der Untergrund gehört zum Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges mit Tonschiefer, Grauwacke und Massenkalkzügen; die frühere Ziegeleigrube Hagen-Vorhalle ist ein Geotop von Weltgeltung. Mitte Juli 2021 verursachte eine Flutkatastrophe schwere Schäden im Volmetal und in Hohenlimburg. Zu den Stadtteilen zählen Mitte, Wehringhausen, Altenhagen, Haspe und Hohenlimburg. Hagen grenzt an Dortmund, den Ennepe-Ruhr-Kreis und den Märkischen Kreis. Quelle.