Vor Ort
Leckortung in Gevelsberg: Schieferland statt Kalk, starkes Relief über der Ennepe und vier Gemarkungen aus zusammengefügten Alt-Gemeinden
Gevelsberg unterscheidet sich im Untergrund grundlegend von seinen Nachbarn Schwelm und Ennepetal, die auf löslichem Kalk stehen. Die Stadt gehört naturräumlich zum Süderbergland innerhalb des Rechtsrheinischen Schiefergebirges; der Untergrund ist überwiegend dichter Tonschiefer und Grauwacke des Märkischen Schichtrippenlandes, kein verkarsteter Kalk. Das hat für die Leckortung eine klare Folge: Das Wasser bahnt sich seinen Weg an der Oberfläche und in den Klüften des Gesteins, nicht durch Karsthohlräume. Austretendes Wasser aus einer undichten Leitung versickert darum nicht spurlos in einem Höhlensystem, sondern staut sich eher über dem dichten Fels, folgt den Schichten und drückt an tiefer liegende Bauteile. Wer das weiß, sucht in Gevelsberg anders als auf dem Kalk der Nachbarstädte.
Die zweite Prägung ist das starke Relief. Gevelsberg liegt in einer Übergangslage zwischen dem Ruhrgebiet im Norden und dem Sauerland sowie dem Bergischen Land im Süden. Auf gut 26 Quadratkilometern drängt sich eine Höhendifferenz von rund 200 Metern: vom tiefsten Punkt an der Ennepe bei Vogelsang auf 131,5 Metern bis zum Hageböllinger Kopf auf 336 Metern. Die Ennepe bildet den tiefsten Punkt des Stadtgebiets und nimmt das Wasser der Hangbäche auf, ehe sie nach Norden Richtung Hagen zur Volme führt. Aus diesem Relief folgt ein doppeltes Muster: In der Talsohle an der Ennepe drohen bei viel Regen Rückstau und andrückende Nässe, an den Hängen laufen die privaten Leitungen über steile Strecken mit deutlichem Gefälle, an deren Sprüngen sich Ablagerungen und Fehlstellen häufen.
Die dritte Besonderheit ist die Geschichte der Stadtgrenzen. In ihrem heutigen Umfang besteht Gevelsberg erst seit der Gebietsreform am 1. Januar 1970, als die bis dahin selbstständigen, nördlich gelegenen Gemeinden Asbeck, Berge und Silschede eingemeindet wurden; vorher maß die Stadt nur 11,26 Quadratkilometer, seither 26,27. Vier Gemarkungen mit 44 Fluren spiegeln die zusammengefügten Alt-Gemeinden bis heute wider. Für die Leckortung heißt das: mehrere historisch getrennt gewachsene Ortsnetze unterschiedlichen Baualters unter einem Stadtnamen. Wer in Gevelsberg einen Fachbetrieb für Leckortung sucht, ist mit einem Betrieb gut beraten, der den dichten Schieferuntergrund, das starke Gefälle und die verschiedenen Alt-Gemeinden auseinanderhält. Die Vermittlung führt einen passenden Betrieb aus der Umgebung heran, der die Ortung selbst durchführt.
Gevelsberg ist eine Mittelstadt mit rund 29.900 Einwohnern im südlichen Ruhrgebiet und gehört zum Ennepe-Ruhr-Kreis. Das Stadtgebiet umfasst 26,27 Quadratkilometer in einer Übergangslage zwischen Ruhrgebiet, Sauerland und Bergischem Land. Der Untergrund ist dichter Tonschiefer und Grauwacke des Süderberglandes, kein löslicher Kalk. Auf engem Raum liegen rund 200 Höhenmeter, von 131,5 Metern an der Ennepe bei Vogelsang bis 336 Metern am Hageböllinger Kopf. In ihrem heutigen Umfang besteht die Stadt seit der Gebietsreform 1970 mit der Eingemeindung von Asbeck, Berge und Silschede. Quelle.