Vor Ort
Monheim am Rhein: Einfriedung auf der ebenen Rheinterrasse
Monheim ist die am tiefsten gelegene Stadt im Kreis Mettmann und breitet sich flach auf der Niederterrasse der Kölner Bucht aus, wo Sande und Kiese des Rheins den Untergrund stellen. Nennenswerte Höhen fehlen, dafür prägt der Strom die Stadt: Im Westen schwingt der Monheimer Rheinbogen mit Deichlinie und Flutmulde ins Land, und steigt der Pegel, sperrt die Stadt die Zufahrten gestaffelt ab. Weil also kaum Gefälle den Weg bestimmt, lässt sich eine Einfriedung hier über die ganze Grundstückslänge als saubere Gerade führen, statt sie Feld um Feld an einen Hang anzulegen.
Das junge Wachstum hat Monheim ein geplantes Baubild gegeben. Im Berliner Viertel und den angrenzenden Siedlungen der sechziger und siebziger Jahre stehen die Häuser in gleichmäßigen Zeilen, und ein Zaun soll sich dort in das einheitliche Bild einfügen, statt herauszustechen; Höhe und Ausführung gehören deshalb früh mit den Nachbarn besprochen. Im älteren Baumberg greift die Bebauung bis an die Baumberger Aue, die teils unter Naturschutz und teils im Wasserschutzbereich liegt, während die laufenden Neubaugebiete frische, großzügig geschnittene Parzellen hinzufügen. Jede dieser Lagen stellt eine eigene Aufgabe an die Einfriedung.
Daraus folgen zwei Linien. In den dicht gereihten Siedlungen ist der schlichte, zurückhaltende Grenzzaun gefragt, der das Straßenbild aufnimmt; auf den freier stehenden Grundstücken und in den Neubauvierteln rücken die rundum geschlossene Einfriedung mit Tor und Pforte sowie ein blickdichter Sichtschutz zur Gartenseite nach vorn. Der ebene, sandig-kiesige Rheinboden trägt die Pfosten gut, verlangt aber dennoch eine frostsichere Gründung, damit die Reihe gerade durch den Winter kommt. In Deich- und Auennähe, wo das Grundwasser mit dem Rheinpegel schwankt, schaut der Betrieb beim Aushub genau hin und setzt auf verzinkte, beschichtete Werkstoffe, die Feuchte dauerhaft trotzen.