Pfosten und Gründung
Wie Pfosten im Boden am Rhein sicher stehen
Nicht das Geflecht trägt einen Zaun, sondern die Ständer, und deren Halt steht und fällt mit dem Beton, in dem sie stecken. Gängig ist die punktuelle Gründung: Für jeden Ständer hebt man eine Grube aus, füllt sie mit Beton und richtet den Pfosten senkrecht ein, tief genug, dass der Frost nicht mehr herankommt. Bleibt die Grube zu seicht, schiebt gefrorene Erde den Ständer in kalten Monaten nach oben, und im Frühjahr steht die Reihe schief. In den tiefen, rheinnahen Teilen Düsseldorfs, wo der Grund lange klamm bleibt, wiegt eine ordentliche Gründung deshalb schwer.
Steht der Zaun am Hang, hängt ohnehin alles an der Art der Gründung. Man kann die Reihe schräg mit dem Gefälle führen oder die Felder eben halten und sie stufig absetzen, Feld um Feld tiefer. Tragen jedoch schwere Stützteile oder gefüllte Körbe, reicht kein vereinzelter Betonsockel mehr; nun verlangt es einen fortlaufenden Riegel, der die Last breit auf den Grund abgibt. Was zu welchem Gefälle passt, entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern erst am Grundstück, abgeleitet aus Steigung, gewähltem Zauntyp und der Beschaffenheit des Bodens.
Noch bevor das erste Gerät gräbt, spürt ein umsichtiger Handwerker verlegte Leitungen und Hausanschlüsse auf, die in einer eng erschlossenen Großstadt praktisch überall verlaufen, und schätzt ab, wie belastbar der Grund an der jeweiligen Stelle ist. Diese Prüfung steht ganz am Beginn und wird nicht ans Ende geschoben. Wer hier spart, zahlt später bei einem aufgerissenen Kabel oder einem nachgebenden Ständer drauf; ein kurzer Blick in den Leitungsplan und ein Spatenstich zur Probe schaffen rasch Gewissheit über das, was unter der Oberfläche liegt.