Vor Ort
Einfriedung auf der Niederterrasse an Rhein und Erft
Naturräumlich gehört Neuss zur Niederterrasse des linken Niederrheins und erstreckt sich über rund 99,52 km², bei etwa 13,2 Kilometern von Nord nach Süd und 12,8 Kilometern von West nach Ost. Höhensprünge gibt es dabei kaum: Der Kern liegt um die 40 Meter, die tiefste Marke an der südlichen Stadtgrenze bei 30 Metern, und erst zur westlichen Erhebung bei Holzheim steigt das Land auf 67,5 Meter an. Für eine Einfriedung bedeutet diese weitgehende Ebenheit, dass eine Grenze über die ganze Grundstückslänge als durchgehende Gerade stehen kann, ohne dass die Felder einer Neigung nachgeführt oder stufenweise versetzt werden müssten. Die Sorgfalt verlagert sich damit von der Linie nach unten in den Boden. Weil der Rhein die Ostflanke des Gebiets säumt und die Erft quer durch die Stadt zum Strom zieht, steht das Grundwasser in dieser Terrasse mancherorts verhältnismäßig hoch, was beim Setzen der Pfosten zählt. Dazu passt das milde, aber niederschlagsreiche Klima mit rund 805 Millimetern Regen im Jahr und einem Jahresmittel um 10,2 Grad: Nässe begleitet den Zaun über die Jahre, weshalb sich verzinktes, beschichtetes Material hier bezahlt macht.
Der Baubestand ist ungewöhnlich vielschichtig, weil die Stadt ihre Geschichte bis ins römische Novaesium zurückführt und 1984 ihr zweitausendjähriges Bestehen beging. Aus dem Mittelalter ist das um 1200 errichtete Obertor erhalten, die letzte von einst sechs Torburgen, und über der Altstadt steht das Quirinusmünster. Rund um diesen dichten, über alten Leitungen gewachsenen Kern lagern sich jüngere Viertel und die eingemeindeten Orte: 1929 kamen Grimlinghausen, Uedesheim und Weckhoven hinzu, 1963 überschritt die Stadt die Marke von 100.000 Einwohnern, und 1975 folgten Holzheim, Grefrath, Hoisten, Norf, Rosellen und Speck, womit aus der bis dahin kreisfreien Stadt eine große kreisangehörige Stadt und der Sitz des Rhein-Kreises Neuss wurde. Heute gliedert sich das Gebiet in acht Stadtbezirke und achtundzwanzig statistische Bezirke. Für den Zaunbau heißt das: Im Kern und in den innenstadtnahen Vierteln geht es meist um den schlichten Grenzzaun zwischen eng stehenden Häusern, in den früheren Dörfern dagegen um die Einfriedung ganzer Anwesen mit Tor und Pforte und um lange, zusammenhängende Zaunlinien. Mit etwa 1.545 Einwohnern je km² gehört Neuss zu den dicht besiedelten Städten am linken Niederrhein, was die Nähe zum Nachbarn und damit das rechtzeitige Abstimmen über die Grenze hinweg zu einem wiederkehrenden Thema macht.
Wer in Neuss und im Rhein-Kreis arbeitet, weiß um den sandigen Boden der Terrasse und um das Wasser, das nahe Strom und Erftmündung dicht unter der Oberfläche steht. Ein solcher Betrieb begutachtet Lage, Grenzverlauf und Bodenbeschaffenheit zuerst und benennt klar, welche Bauweise und welche Verankerung an der Stelle Bestand haben, ehe über Zahlen gesprochen wird. Er sagt auch, wo eine offene, schlichte Einfassung längst genügt und wo sich ein kräftiges Tor oder eine geschlossene Front erst wirklich lohnt. Den Kontakt dazu bahnt Fachbetrieb24 an; gebaut wird ausschließlich durch den Betrieb selbst.