Zaunarten
Zaunarten für Grundstücke in Dormagen
Auf den geradlinig geschnittenen Parzellen der Rheinebene ist der Doppelstabmattenzaun die naheliegende Wahl für eine saubere Grenze. Zwei verschweißte Längsstäbe fassen die senkrechten Drähte ein, das Gitter ist verzinkt und meist pulverbeschichtet und hält dem feuchten Klima in Strömnähe über Jahre stand, ohne viel Pflege zu verlangen. Es lässt Licht und Luft durch und wirkt unaufdringlich, was sich in den dicht bebauten Kernen von Dormagen-Mitte und Horrem gut ins Straßenbild fügt. Wer später mehr Ruhe zum Garten möchte, zieht schmale Streifen in die Matte ein, ohne die ganze Bahn zu tauschen. Gängig sind Höhen, die sich an der Nutzung orientieren, von der niedrigen Vorgarteneinfassung bis zur mannshohen Umwehrung; die anthrazitfarbene Beschichtung ist verbreitet, weil sie zurückhaltend wirkt und Kratzer kaum zeigt.
Soll die Terrasse oder der Sitzplatz vor Einblick geschützt werden, treten geschlossene Flächen oder verstellbare Lamellen aus Holz, pflegearmem WPC oder Aluminium an die Stelle der offenen Matte. In der historischen Zollfeste Zons mit ihrer erhaltenen Stadtbefestigung fügt sich dagegen ein zurückhaltender Metall- oder Schmiedeeisenzaun oft besser in das alte Ortsbild ein als eine dichte Wand. Auf dem flachen Gelände, wo ein Beet oder eine kleine Geländekante gefasst werden soll, bieten sich mit Stein gefüllte Gabionen an, die zugleich Blicke abfangen. Trägt eine solche Wand echten Erddruck, wird sie zum Stützbauwerk und braucht oberhalb einer gewissen Höhe einen Standsicherheitsnachweis, statt bloß aufgeschichtet zu werden. Auf den ländlich geprägten Grundstücken um Gohr, Straberg mit dem Kloster Knechtsteden und das verstreut bebaute Ückerath fällt die Entscheidung oft zugunsten einer robusten, pflegearmen Lösung, die lange Linien zwischen den Hofschaften ohne ständige Nacharbeit überbrückt.
Was am Ende verbaut wird, richtet sich nach Zweck, Grundstück und Kostenrahmen. Die Matte grenzt offen ab, der Sichtschutz schließt gezielt ab, die Gabione fasst zusätzlich Erde oder ein Hochbeet ein. Auf den weitläufigen Grundstücken der ländlichen Ortsteile um Gohr, Straberg und Ückerath ist eine Mischung häufig sinnvoll, etwa die Matte als lange Umfassung und blickdichte Felder nur dort, wo der Garten vor fremden Augen ruhen soll. An die Zufahrt eines Hofes gehört ein breites Flügel- oder Schiebetor mit passender Gehpforte; dazu berät der Betrieb nach dem, was Grundstück und Nutzung verlangen. In den Neubaulagen am Rand der Stadtteile, wo helle Klinker- und Putzfassaden das Bild bestimmen, wirkt ein feines Gitter aus Metall oder Aluminium oft passender als eine dichte Front, weil die Fassade im Blick bleibt. Als Faustregel gilt: die Straßenseite ruhig und durchlässig halten und nur dort schließen, wo der Garten wirklich Ruhe braucht. Rund um den Chempark, der seit 1916 als großer Arbeitgeber ganze Wohnquartiere mit hat wachsen lassen, treffen Zaunlinien aus ganz unterschiedlichen Bauepochen aufeinander, sodass sich eine neue Einfriedung am Bestand der Straße orientieren sollte, statt ein fremdes Muster zu setzen.