Vor Ort
Dachdecker in Gelsenkirchen: gesunkener Bergbaugrund, der eigene Kern von Buer und die Flachdächer der Nachkriegszeit
Prägend ist in Gelsenkirchen zuerst der Untergrund. Über mehr als hundert Jahre hat der Steinkohleabbau den Boden großflächig absinken lassen, und diese Bergsenkungen sind bleibend, sie zählen zu den Ewigkeitslasten, die dauerhaft abgepumpt werden. Weil im Senkungsgebiet keine tiefen Kanäle möglich waren, floss die Emscher lange als offener Abwasserlauf durch die Stadt und wird erst jetzt, im Umbau der Emschergenossenschaft, renaturiert. Rund 266.000 Menschen leben auf knapp 105 Quadratkilometern, verteilt auf fünf Bezirke und 18 Stadtteile, die aus mehreren Gebietsreformen zusammengewachsen sind.
Aus dieser Geschichte stammt das zweite Merkmal: kein einheitliches Stadtbild, sondern mehrere alte Kerne. Buer im Norden war bis zur Eingemeindung selbst eine Großstadt und trägt einen eigenen historischen Kern mit gründerzeitlichen Satteldächern. Horst im Westen wuchs als eigenes Amt um Zeche und Kolonie. Dazu kommen die Bergarbeitersiedlungen, etwa die geschützte Kolonie Flöz Dickebank in Ückendorf oder die Siedlung Schüngelberg unter der Halde Rungenberg, deren steile Siedlungsdächer an das überlieferte Bild gebunden sind. Jeder dieser Kerne bringt sein eigenes Dachbild mit.
Das dritte Merkmal ist die Nachkriegszeit. In Schalke, Erle und der Altstadt füllen Geschossbauten der 1950er bis 1970er Jahre die im Krieg gerissenen Lücken, häufig mit weiten Bitumen-Flachdächern, deren Abdichtung heute am Ende ihrer Zeit ist. Über all dem liegt die Bewegung des Bergbaugrunds, die Kamine schief stellt und Anschlüsse öffnet. Gefragt ist ein Betrieb, der zuerst prüft, ob eine Setzung die Ursache ist, und danach über Ausbesserung oder Erneuerung entscheidet. Wir stellen den Kontakt zu einem passenden Partnerbetrieb her und nennen bewusst keine Pauschalpreise, weil jedes Dach hier seinen eigenen Befund hat.
Gelsenkirchen ist mit rund 266.000 Einwohnern eine kreisfreie Großstadt im zentralen Ruhrgebiet, gegliedert in fünf Bezirke mit 18 Stadtteilen. Sie entstand aus mehreren Gebietsreformen, darunter der Eingemeindung der einst eigenständigen Großstadt Buer und des Amtes Horst. Über hundert Jahre war die Stadt eine Hochburg des Steinkohlebergbaus, dessen bleibende Senkungen zu den Ewigkeitslasten zählen. Durch das Stadtgebiet zieht die Emscher, lange ein offener Abwasserlauf und heute im Umbau der Emschergenossenschaft renaturiert. Bergbau-Erbe und Nachkriegsaufbau prägen die Dacharbeit von der Kolonie bis zum Flachdach. Quelle.