Vor Ort
Leckortung in Wermelskirchen: bergisches Fachwerkstädtchen auf der Wasserscheide über 345 Metern
Wermelskirchen liegt als bergisches Fachwerkstädtchen auf einer Hochfläche des Rheinischen Schiefergebirges, rund 345 Meter über Normalhöhennull und damit deutlich höher als alle Nachbarstädte in dieser Reihe. Diese Höhe ist zugleich eine Wasserscheide: Von der Hochfläche laufen die Bäche steil in mehrere Täler ab, der Eifgenbach etwa entspringt hier auf 336 Metern und fließt über die Dhünn zur Wupper und weiter zum Rhein. Für die Leckortung bedeutet das ein starkes Gefälle im Boden. In einer geneigten Grundleitung fließt das Wasser rasch ab und spült die Bettung unter dem Rohr fort; verliert das Rohr seine Auflage, sacken einzelne Stücke ab, die Muffen geraten auf Zug und werden undicht. Ein Verlust zeigt sich dann oft nicht an der Fehlstelle selbst, sondern dort, wo das Wasser dem Gefälle folgend zur Ruhe kommt.
Wermelskirchen hat den höchsten Anteil alter Bausubstanz unter den geprüften Städten: Rund 16 Prozent der Wohngebäude stammen von vor 1919, gut zwei Drittel von vor 1980. Das Stadtbild prägen altbergische Schiefer- und Fachwerkhäuser; in Dhünn-Haarhausen steht mit dendrochronologisch auf 1560 datierten Eichenbalken das älteste Fachwerkhaus der Stadt, ein zweites in Dhünn-Krähenbach trägt Balken von 1583. Unter so altem Bestand liegt vielfach Steinzeug in kurzen Stücken, dessen Muffen sich beim Setzen des Bodens verschieben, sodass Wasser seitlich austritt und Wurzeln den Weg hineinfinden. In den historischen Mauern kommt die aufsteigende Feuchte hinzu: Wo eine waagerechte Sperre fehlt oder mürbe geworden ist, zieht Wasser kapillar im Mauerwerk nach oben, und am Sockel überlagert sich diese Nässe leicht mit einem echten Leitungsschaden. Beides zu trennen gelingt nur mit Messung.
Dazu prägt die zergliederte Tallandschaft die ganze Stadt. Das Abwasser verteilt sich über fünf verschiedene Kläranlagen in unterschiedliche Flussrichtungen, und im Süden liegt der Stadtteil Dhünn im Wasserschutzgebiet der Großen Dhünn-Talsperre, der zweitgrößten Trinkwassertalsperre Deutschlands. In dieser Lage wiegt eine dichte Leitung besonders schwer, und ein verdeckter Verlust sollte rasch gefunden werden. Die ländlicheren Außenlagen um Dabringhausen wiederum werden teils über ein Unterdruckentwässerungsnetz und Kleinkläranlagen erschlossen, wo eine durchgehende Kanalisation unwirtschaftlich wäre, und die privaten Leitungen laufen dort über lange Wege durch das Gelände. Wer in Wermelskirchen einen Fachbetrieb für Leckortung sucht, ist mit einem Betrieb gut beraten, der den bergischen Bestand kennt und die Feuchte zuerst misst, statt am alten Gebälk oder im Hang auf Verdacht aufzustemmen. Die Vermittlung führt dafür einen passenden Betrieb aus der Umgebung heran, der seine Ortungstechnik selbst mitbringt.
Wermelskirchen ist mit rund 34.000 Einwohnern ein bergisches Fachwerkstädtchen im Rheinisch-Bergischen Kreis und liegt als Hochfläche des Rheinischen Schiefergebirges auf rund 345 Metern über Normalhöhennull. Von dieser Wasserscheide laufen die Bäche steil in mehrere Täler ab, das Abwasser verteilt sich auf fünf Kläranlagen in verschiedene Flussrichtungen. Rund 16 Prozent der Wohngebäude stammen von vor 1919. Der südliche Stadtteil Dhünn liegt im Wasserschutzgebiet der Großen Dhünn-Talsperre. Quelle.