Vor Ort
Wasserscheide mit Abfluss in alle Richtungen
Weil die Stadt auf einer Hochfläche sitzt, von der die Bäche nach mehreren Seiten abfallen, gibt es kein einziges Einzugsgebiet. Die Kernstadt entwässert teils zur eigenen Kläranlage am Eifgenbach, teils in den nördlichen Lagen zur Kläranlage Burg an der Wupper. Weitere Ortslagen laufen zur Gemeinschaftskläranlage Leverkusen an den Rhein, der Stadtteil Dhünn zur kleinsten Kläranlage des Wupperverbands, eine winzige Ortslage sogar zur Anlage Hückeswagen. Fünf Anlagen, fünf Richtungen: Die Fließwege sind entsprechend lang und verzweigt.
Der Baubestand ist auffällig alt: 16 Prozent der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1919, der höchste Anteil unter den bergischen Kandidatenstädten, gut zwei Drittel sind vor 1980 gebaut. In Dhünn-Haarhausen steht mit Balken von 1560 das älteste Fachwerkhaus der Stadt. Unter so altem Bestand liegt viel Steinzeug mit vielen Muffen. Der südliche Stadtteil Dhünn liegt im Wasserschutzgebiet der Großen Dhünn-Talsperre, der zweitgrößten Trinkwassertalsperre Deutschlands; dort wiegt eine dichte Leitung besonders schwer. Kehrt eine Verstopfung wieder, klärt die Kamera die Ursache.
Wermelskirchen ist mit rund 34.000 Einwohnern eine Stadt im Rheinisch-Bergischen Kreis auf einer Hochfläche des Bergischen Landes. Die Abwasserbeseitigung betreibt der Städtische Abwasserbetrieb Wermelskirchen; es gibt sowohl Gebiete mit Misch- als auch mit Trennsystem, in Außenlagen zusätzlich Unterdruckentwässerung und Kleinkläranlagen. In Dhünn-Haarhausen steht mit dendrochronologisch auf 1560 datierten Eichenbalken das älteste Fachwerkhaus der Stadt; Wermelskirchen ist zudem eine der größten Städte Deutschlands ohne Bahnanschluss. Quelle.