Altbau-Elektrik
Häuser der Wohnbaujahre, Gewerbe und der feuchte Keller auf der Terrasse
Den größten Teil des Langenfelder Wohnbestands stellen die Häuser der Wohnbaujahre sowie ältere Siedlungskerne in Richrath, Reusrath und an den Rändern. Ihre Elektrik ist zwar mit Schutzleiter versehen, war aber für Deckenlampe, Kühlschrank und Radio bemessen. Heute sollen dieselben wenigen Kreise Kochfeld, Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner und zahllose Ladegeräte zugleich tragen. Fliegt die Sicherung, sobald mehrere Geräte laufen, steckt dahinter fast nie ein Defekt, sondern eine zu knapp bemessene Zahl an Stromkreisen. Der Fachbetrieb sichtet den Verteiler und ergänzt eigene, getrennt abgesicherte Kreise, wo die Last es verlangt.
Prägend ist der Untergrund. Als Terrassenlandschaft am Rhein liegt in Langenfeld überwiegend sandig-kiesiger Boden, und das Gelände ist flach. Bei hohem Grundwasser drückt in tiefer liegenden Kellern Feuchte gegen die Wände. Steht dort der Zählerschrank oder die Unterverteilung, vertragen sich Nässe und alte Elektrik schlecht. Der Betrieb beurteilt, ob der Schrank am jetzigen Ort bleiben kann, und schlägt bei Bedarf einen trockeneren, gut zugänglichen Platz sowie einen zeitgemäßen Aufbau nach der VDE-Anwendungsregel vor. Wo Wasser eindringt, gehören auch die betroffenen Kreise geprüft.
Ein eigenes Feld ist das Gewerbe. Langenfeld hat viele Gewerbegebiete, und in Hallen und Betrieben zählt eine belastbare Auslegung: Maschinen mit hohem Anlaufstrom, Ladepunkte für Fahrzeuge und eine Unterverteilung mit Reserve. Der Betrieb prüft, ob der vorhandene Anschluss den Bedarf deckt, und stimmt größere Erweiterungen mit dem Netzbetreiber ab. In den älteren Siedlungskernen an den Rändern kommen dagegen die Fragen des Wohnbestands zum Tragen, von fehlenden Fehlerstromschutzschaltern bis zu knapp bemessenen Kreisen.