Umweg zum Rhein
Warum das Wasser aus Langenfeld einen Bogen macht
Man würde bei einer Stadt auf den Rheinterrassen einen kurzen Weg zum Strom vermuten.
Langenfeld hat den nicht: Die Stadt liegt östlich des Rheins auf flachen Flussterrassen,
besitzt aber keinen eigenen Uferabschnitt. Stattdessen sammeln mehrere Bäche das Wasser, der
Viehbach, der Blockbach, der Galkhauser Bach, und führen es über den Langforter Bach zum
Altrheinarm bei Düsseldorf-Urdenbach.
Dieser Umweg passt zum Gelände. Der Kern liegt bei rund 47 Metern, der tiefste
Punkt im Knipprather Wald bei etwa 40 Metern, nur am Wenzelnberg an der Grenze zu
Solingen wird es mit 112 Metern deutlich höher. Über weite Strecken ist Langenfeld
flach, und flach heißt: wenig Gefälle in den Leitungen.
Für Ihre Grundleitung ist genau das die Eigenheit. Wo Wasser mit wenig Schwung läuft, trägt
es Feststoff schlechter aus. Sand und Fett bleiben eher auf der Sohle liegen und verengen den
Querschnitt nach und nach. Die Kamerabefahrung macht sichtbar, ob sich auf Ihrer Strecke schon
eine solche Schicht gebildet hat.