Vor Ort
Wenig Gefälle auf ebenem Terrassengrund
Langenfeld ist keine Hangstadt. Der tiefste Punkt liegt mit rund 40 Metern im Knipprather Wald an der Grenze zu Monheim, der höchste mit gut 112 Metern am Wenzelnberg an der Solinger Grenze, doch der bewohnte Kern rund um Immigrath und Richrath ist eben. Auf flachem Grund fließt das Abwasser langsam; Fett, Sand und Speisereste sinken zu Boden, statt mitgerissen zu werden. So bildet sich eine Ablagerung nach und nach von der Sohle her auf.
Weil die Stadt keinen direkten Rheinzugang hat, nimmt ihr Wasser einen Umweg: Bäche wie Viehbach, Blockbach und Galkhauser Bach führen über den Langforter Bach zum Altrheinarm bei Düsseldorf-Urdenbach. Diese lange, flache Ableitung erklärt, warum wenig Schwung im System ist. Wo alter Bestand steht, liegt zudem älteres Steinzeug mit vielen Muffen im Boden. Kehrt eine Verstopfung an derselben Stelle wieder, zeigt erst die Kamera, ob eine feste Ursache dahintersteckt.
Langenfeld ist mit rund 60.000 Einwohnern nach Ratingen und Velbert die drittgrößte Stadt des Kreises Mettmann und liegt auf den rheinischen Flussterrassen zwischen Hilden, Solingen, Leverkusen und Monheim. Der Untergrund ist überwiegend sandig-kiesiger Terrassenboden. Als flächenmäßig kompakte, dicht besiedelte Terrassenstadt ist Langenfeld verkehrsgünstig zwischen Düsseldorf und Köln gelegen. Quelle.