Vor Ort im Detail
Was Rohre in Hilden verstopft
Hilden liegt im Kreis Mettmann am Übergang vom Niederrhein ins Bergische Land, auf gut 25 Quadratkilometern mit rund 55.000 Einwohnern und zählt zu den am dichtesten besiedelten Kommunen Deutschlands. Der prägende Bach ist die Itter, die aus den bergischen Höhen kommt, die Sandterrassen quert und den Rhein erreicht. Diese dichte Bebauung auf kleiner Fläche bedeutet lange, stark ausgelastete Leitungen.
Die sternförmig um den historischen Kern gewachsene und von Autobahnen umschlossene Stadt hat Bausubstanz aus vielen Epochen, von gründerzeitlichen Vierteln bis zu Nachkriegs- und jüngeren Wohngebieten. In den älteren Lagen liegen gusseiserne Fallstränge, an deren rauer Innenwand sich Fett zäh anlagert, und Steinzeug-Grundleitungen, in deren Muffen Wurzeln aus den Gärten einwachsen.
Die gewöhnlichen Ursachen dominieren: Fett und Speisereste aus der Küche, Feuchttücher und Hygieneartikel in der Toilette, Kalk und Inkrustierung in älteren Leitungen. Auf den sandigen Itterterrassen ist das Gefälle in vielen Lagen brauchbar, doch wo eine Leitung flach verlegt ist, setzen sich Feststoffe früh ab und der Querschnitt wächst über Monate zu.
Für die Beseitigung entscheidet der Befund über das Verfahren. In den engen, mehrfach gebogenen Abläufen der dicht bebauten Viertel arbeitet sich die Spirale flexibel um die Ecken, zum Abtragen einer flächigen Fettschicht folgt die Hochdruckspülung über die ganze Rohrlänge. Bei Wurzeln in verschobenen Muffen kommt die Fräse zum Einsatz.
Die hohe Besiedlungsdichte bedeutet viele Mehrfamilienhäuser mit geteilten Fallsträngen und gemeinsamer Grundleitung. Läuft es bei mehreren Parteien gleichzeitig zäh ab, sitzt die Ursache in dieser geteilten Leitung, nicht in der einzelnen Wohnung. Der Betrieb grenzt ein, ob der Schaden noch zum Haus gehört oder jenseits der Grundstücksgrenze im öffentlichen Kanal liegt.
Für tief liegende Keller ist der Rückstauschutz wichtig, gerade in den flachen, itternahen Lagen. Bei Starkregen kann Wasser aus dem Netz zurückdrücken. Eine Rohrreinigung stellt den Querschnitt her, ersetzt aber keine Rückstausicherung. Kellerabläufe unterhalb der Rückstauebene brauchen eine funktionierende Sicherung, die sich bei der Reinigung mit kontrollieren lässt.
Die Gastronomie in der belebten Innenstadt bringt erhöhte Fettfrachten mit. Ein gewarteter Fettabscheider hält das Fett aus der Leitung; fehlt die Wartung, erstarrt es in der Sammelleitung und verengt den Querschnitt. In der dichten Hildener Bebauung, wo ein Sammelstrang viele Anschlüsse bündelt, wirkt sich das schnell als Verstopfung mehrerer Anlieger aus.
Kehrt eine Verstopfung wieder, bringt die Kanalkamera Klarheit, und beim Notfall gilt: erst Anfahrt und Stundensatz klären, dann arbeiten lassen, auf Rechnung statt bar. Solange kein Wasser unkontrolliert austritt, ist der ortskundige Fachbetrieb aus dem Kreis Mettmann die ruhigere und günstigere Wahl gegenüber dem überregionalen Notdienst mit Pauschalpreis.
Vorsorge ist auch in der dicht besiedelten Itterstadt die einfachste Ersparnis: ein Sieb über dem Küchenablauf, das Fett in den Restmüll und keine Feuchttücher in die Toilette. Gerade wo viele Haushalte an einen gemeinsamen Sammelstrang angeschlossen sind, verhindert dieses einfache Verhalten die meisten Verstopfungen, die sonst gleich mehrere Anlieger zugleich treffen.