Vor Ort im Detail
Was Rohre in Erkrath verstopft
Erkrath liegt direkt östlich von Düsseldorf im Kreis Mettmann, im Übergang vom Niederrheinischen Tiefland zum Niederbergischen Land. Vom Düsseldorfer Stadtrand auf 46 Metern steigt das Gelände nach Osten bis auf 162 Meter an den Willbecker Höhen. Dieser deutliche Anstieg auf kurzer Strecke bedeutet, dass das Gefälle der Grundleitungen zwischen Alt-Erkrath im Tal und den höher gelegenen Lagen stark schwankt.
Mit Hochdahl hat Erkrath ein großes, in den 1960er und 1970er Jahren geplantes Wohngebiet, dessen Leitungen aus einer ganz anderen Epoche stammen als die der alten Ortskerne. In diesen jüngeren Beständen liegen oft frühe Kunststoffleitungen, in Alt-Erkrath eher Steinzeug und Guss. Ein Fachbetrieb vor Ort muss deshalb mit ganz unterschiedlichen Rohrmaterialien und Verlegetiefen rechnen.
Die gewöhnlichen Ursachen gelten überall in der Stadt: Fett und Speisereste aus der Küche, Feuchttücher und Hygieneartikel in der Toilette, Kalk und Inkrustierung in älteren Leitungen. Im Neandertal mit seinem Kalksteinuntergrund und der Düssel prägt eine besondere Geologie die Landschaft, das Innenleben der privaten Rohre folgt aber denselben Gesetzen wie anderswo.
Für die Beseitigung entscheidet der Befund über das Verfahren. Eine flächige Fettschicht löst die Hochdruckspülung mit passender Düse, ein fester Pfropfen aus Feuchttüchern lässt sich mit Spirale und Spülung räumen, Wurzeln in verschobenen Muffen verlangen die Fräse. Ein guter Betrieb entscheidet nach dem Befund, nicht nach dem größten Gerät, und stellt den vollen Querschnitt wieder her.
In den Mehrfamilienhäusern von Hochdahl teilen sich mehrere Parteien Fallstrang und Grundleitung, in den Einfamilienhäusern der alten Ortslagen gehört das private Rohr bis zur Grundstücksgrenze dem Eigentümer. Läuft es bei mehreren Wohnungen zugleich zäh ab, sitzt die Ursache in der geteilten Sammelleitung, und der Betrieb grenzt ein, ob der Schaden noch zum Haus gehört oder schon im öffentlichen Kanal liegt.
Der Höhenunterschied sorgt bei Starkregen für rasch ablaufendes Oberflächenwasser, das die tiefer gelegenen Leitungen in Alt-Erkrath belastet. Für tief liegende Keller ist der Rückstauschutz deshalb wichtig. Eine Rohrreinigung stellt den Querschnitt her, ersetzt aber keine Rückstausicherung, die sich bei der Reinigung mit prüfen lässt.
Kehrt eine Verstopfung an derselben Stelle wieder, bringt die Kanalkamera Klarheit, statt das Symptom immer wieder wegzuspülen. Ob eine Mulde in einer alten Steinzeugleitung oder ein Materialübergang in Hochdahl die Ursache ist, zeigt erst die Befahrung, nach der sich gezielt entscheiden lässt, ob Reinigung genügt oder saniert werden muss.
Beim Notfall gilt in Erkrath: erst Anfahrt und Stundensatz klären, dann arbeiten lassen, auf Rechnung statt bar. Solange kein Wasser unkontrolliert austritt, ist der ortskundige Fachbetrieb aus dem Kreis Mettmann die ruhigere und meist günstigere Wahl gegenüber einem überregionalen Notdienst, der mit undurchsichtigen Pauschalen anrückt.
Wichtig ist in Erkrath, ein langsames Ablaufen nicht auf die lange Bank zu schieben. Solange nur das Wasser zäh abfließt, lässt sich der Belag mit der Spirale oder einer Spülung meist noch leicht lösen. Wartet man bis zum völligen Stillstand, ist der Pfropfen fest verkeilt und der Aufwand deutlich größer.