Vor Ort
Kanalsanierung in Erkrath: drei getrennte Netze am Ostrand von Duesseldorf
Erkrath liegt unmittelbar oestlich von Duesseldorf im Uebergang von der Rheinebene ins Niederbergische Land, auf den sandigen Bergischen Heideterrassen. Vom Duesseldorfer Stadtrand auf 46 Metern steigt das Gelaende nach Osten bis auf 162 Meter an den Willbecker Hoehen, rund 116 Hoehenmeter auf 27 Quadratkilometern. Durch die Stadt fliesst die Duessel, hier noch am Oberlauf und weitgehend naturbelassen.
Das Besondere fuer die Grundleitungen: Erkrath besteht aus drei raeumlich getrennten Stadtteilen mit historisch eigenen Netzen. Alt-Erkrath an der Duessel ist seit 1377 als Dorf belegt, Hochdahl kam erst 1975 als bis dahin eigenstaendige Gemeinde hinzu, Unterfeldhaus im Sueden ist ein junges Nachkriegs-Wohngebiet. Jeder Teil hat sein eigenes Kanalalter, und den Zustand einer Leitung klaert nur die Kamerabefahrung.
Die drei raeumlich getrennten Stadtteile sind das Kennzeichen Erkraths: Alt-Erkrath an der Duessel, das 1975 eingegliederte Hochdahl mit seinen Ortslagen Trills, Millrath, Willbeck, Kempen und Sandheide, und das juengere Unterfeldhaus an der Grenze zu Hilden und Haan. Jede Lage hat ihren eigenen, oft unterschiedlich alten Anschluss.
Erkrath hat rund 43.500 Einwohner und ist als Dorf seit 1377 belegt; 1975 wurde durch das Duesseldorf-Gesetz die bis dahin eigenstaendige Gemeinde Hochdahl eingegliedert, der fruehere Ortsteil Unterbach kam zu Duesseldorf. Der Name der Duessel ist alt: um 1050 heisst der Bach Tussella, die Rauschende. Ein eigenes stadtweites Trinkwasser-Wasserschutzgebiet ist fuer Erkrath nicht belegt; im Neandertal zwischen Erkrath und Mettmann liegt ein altes Kalksteinbruch-Tal der Duessel, in dem 1856 die Ueberreste des Neandertalers gefunden wurden. Quelle.