Vor Ort
Gefälle mitten durch die Stadt, junger Bestand
Der Mettmanner Bach läuft auf gut neun Kilometern von rund 184 Metern hinab bis auf 73 Meter und mündet im Neandertal in die Düssel, mit einem Sohlgefälle von rund zwölf Promille. Die alte Kernstadt liegt in einer Mulde, von der die Wohnlagen zu allen Seiten ansteigen. Wo eine Grundleitung dem Gefälle folgt, schießt das Wasser durch die steilen Abschnitte und lässt Feststoffe erst dort liegen, wo die Strecke wieder flach wird.
Mettmann hat den niedrigsten Altbau-Anteil der geprüften Nachbarstädte: nur rund fünf Prozent der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1919, etwa die Hälfte wurde nach 1980 gebaut. Das heißt aber nicht, dass es keine alten Leitungen gibt: In der historischen Oberstadt und in den ländlichen Außenlagen liegt sehr wohl älteres Steinzeug im Boden, und lange private Anschlussleitungen sind auf den Höfen die Regel. Bei wiederkehrenden Verstopfungen zeigt die Kamera, wo die Ursache sitzt.
Mettmann ist mit rund 40.000 Einwohnern die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Niederbergischen Land. Die Stadt entwässert rheinseitig über den Mettmanner Bach und die Düssel Richtung Rhein, nicht in die Wupper, und ist selbst abwasserbeseitigungspflichtig. Als Kreisstadt und Tor zum Neandertal verbindet Mettmann die flache Niederrheinebene mit den ersten Höhen des Bergischen Landes. Quelle.