Vor Ort im Detail
Was Rohre in Mettmann verstopft
Mettmann ist die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Niederbergischen Land und entwässert rheinseitig über den Mettmanner Bach und die Düssel Richtung Rhein, nicht in die Wupper. Als Tor zum Neandertal verbindet die Stadt die flache Niederrheinebene mit den ersten Höhen des Bergischen Landes. Dieser Übergang bedeutet, dass das Gefälle der Grundleitungen zwischen den tieferen und höheren Lagen deutlich schwankt.
Die Stadt ist selbst abwasserbeseitigungspflichtig. Der historische Kern und die gewachsenen Wohnlagen bringen Bausubstanz aus verschiedenen Epochen mit. In den älteren Vierteln liegen gusseiserne Fallstränge, an deren rauer Innenwand sich Fett zäh anlagert, und Steinzeug-Grundleitungen, in deren Muffen Wurzeln aus den Gärten einwachsen. Diese verbinden sich mit der Zeit zu dem zähen Pfropfen, der den Abfluss schließt.
Die gewöhnlichen Ursachen dominieren: Fett und Speisereste aus der Küche, Feuchttücher und Hygieneartikel in der Toilette, Kalk und Inkrustierung in älteren Leitungen. Im Neandertal, dem alten Kalksteinbruch-Tal der Düssel, prägt eine besondere Geologie die Landschaft, das Innenleben der privaten Rohre folgt aber denselben Gesetzen wie überall.
Für die Beseitigung entscheidet der Befund über das Verfahren. Eine flächige Fettschicht löst die Hochdruckspülung mit passender Düse, ein fester Pfropfen aus Feuchttüchern lässt sich mit Spirale und Spülung räumen, Wurzeln in verschobenen Muffen verlangen die Fräse. Ein guter Betrieb entscheidet nach dem Befund, nicht nach dem größten Gerät.
In den Mehrfamilienhäusern teilen sich mehrere Parteien Fallstrang und Grundleitung, in den Einfamilienhäusern gehört das private Rohr bis zur Grundstücksgrenze dem Eigentümer. Läuft es bei mehreren Wohnungen zugleich zäh ab, sitzt die Ursache in der geteilten Sammelleitung, und der Betrieb grenzt ein, ob der Schaden noch zum Haus gehört oder schon im öffentlichen Kanal liegt.
Der Höhenunterschied zwischen Niederrheinebene und den bergischen Höhen sorgt bei Starkregen für rasch ablaufendes Oberflächenwasser. Für tief liegende Keller ist der Rückstauschutz deshalb wichtig. Eine Rohrreinigung stellt den Querschnitt her, ersetzt aber keine Rückstausicherung, die sich bei der Reinigung mit prüfen lässt.
Kehrt eine Verstopfung an derselben Stelle wieder, bringt die Kanalkamera Klarheit, statt das Symptom immer wieder wegzuspülen. In den älteren Grundleitungen des Kerns sind Muldenbildung und gebrochene Muffen häufige Dauerursachen, die eine einmalige Befahrung sichtbar macht und die man danach gezielt beheben kann.
Beim Notfall gilt in Mettmann: erst Anfahrt und Stundensatz klären, dann arbeiten lassen, auf Rechnung statt bar. Solange kein Wasser unkontrolliert austritt, ist der ortskundige Fachbetrieb aus dem Kreis Mettmann die ruhigere und günstigere Wahl gegenüber einem überregionalen Notdienst mit Pauschalpreis.
Ob im gewachsenen Kern am Mettmanner Bach oder in den Wohnlagen Richtung Neandertal und Wülfrather Grenze, ein geprüfter Fachbetrieb aus dem Niederbergischen passt sein Vorgehen an die Lage an. Er benennt die wahrscheinliche Ursache, wählt zwischen Spülung, Spirale und Fräse und filmt im Zweifel, statt vorschnell die teuerste Technik anzusetzen.