Vor Ort
Kalk und Karst statt Schiefer
Anders als Solingen, Remscheid und Wuppertal, die auf Tonschiefer und Grauwacke stehen, sitzt Wülfrath auf einem einzelnen devonischen Riffkalk. Prägend ist der Bergbau darin: Das Kalkwerk Flandersbach ist Europas größtes, der Tagebau bei Rohdenhaus reicht rund 230 Meter tief weit unter den Grundwasserspiegel und wird dauerhaft trocken gepumpt. Diese ständige Wasserhaltung senkt den Grundwasserstand im Umfeld ab; schwankt der Wasserstand im Boden, arbeitet auch der Untergrund unter alten Grundleitungen, und deren starre Muffen reagieren empfindlich darauf.
Der alte Ortskern liegt im Tal des Flüsschens Anger auf rund 160 Metern, die Wohnlagen steigen an den Hängen bis über 260 Meter an, das Gefälle in den Grundleitungen ist entsprechend deutlich. Das öffentliche Netz umfasst rund 94 Kilometer, zu etwa 73 Prozent Mischsystem. Für die Ortslagen Aprath, Düssel und Flandersbach nennt die Stadt in ihrer Starkregen-Gefahrenkarte ein erhöhtes Risiko und empfiehlt ausdrücklich Rückstausicherungen. Kehrt eine Verstopfung wieder, zeigt die Kamera, ob eine Fehlstelle im Rohr die Ursache ist.
Wülfrath ist mit rund 21.000 Einwohnern eine kleinere Stadt im Kreis Mettmann im Niederbergischen Land. Das öffentliche Kanalnetz umfasst nach Angaben der Stadt rund 94 Kilometer, davon etwa 73 Prozent Mischsystem; Betreiber ist die Stadtentwässerung im Tiefbauamt. In Wülfrath steht mit dem Kalkwerk Flandersbach das größte Kalkwerk Europas; der Tagebau bei Rohdenhaus reicht weit unter den Grundwasserspiegel. Quelle.