Steigleitungen und Trinkwasser
Steigstränge, zentrale Heizung und der Abgleich im Mehrparteienhaus
Prägend ist in Hilden die gemeinsame Versorgung im Mehrfamilienhaus. Ein Steigstrang führt das Trinkwasser vom Keller zu den Wohnungen, und ist dieser alt, zeigen sich mit den Jahren Ablagerungen, Druckverluste oder undichte Stellen. Eine einzelne neue Armatur hilft nur begrenzt, solange der Strang nicht mitzieht. Der Betrieb betrachtet deshalb nicht nur die Wohnung, sondern auch den gemeinsamen Strang und stimmt Arbeiten, die mehrere Parteien betreffen, mit der Eigentümergemeinschaft oder der Verwaltung ab.
Auch die Heizung ist in vielen Hildener Häusern eine gemeinsame Sache. Eine zentrale Anlage im Keller versorgt alle Wohnungen, und wenn sie erneuert wird, betrifft das den ganzen Strang. Verteilt sie die Wärme ungleich, ist der hydraulische Abgleich der richtige Schritt: Der Volumenstrom wird so eingestellt, dass jede Wohnung die geplante Wärmemenge bekommt, statt dass die oberen Etagen kühl bleiben, während unten überheizt wird. Für die Beschaffenheit des Heizwassers gibt die VDI 2035 den Maßstab, gerade bei vielen Heizflächen an einem Netz.
Beim Bad in der Etagenwohnung geht es um mehr als Fliesen und Keramik. Wer eine schwellenarme Dusche will, braucht ein leichtes Gefälle zum Ablauf, eine dichte Fläche und Leitungen, die den Umbau tragen. In den oberen Etagen der Mehrfamilienhäuser ist der Anschlussdruck ein Thema, denn er sinkt mit der Höhe. Der Betrieb misst den Druck vorab und plant Dusche und Armaturen so, dass sie zuverlässig laufen. Im dichten Kern rund um die Eisengasse, wo der ältere Bestand sitzt, ist zusätzlich die Leitungsführung in der alten Substanz zu bedenken.