Vor Ort
Leichlingen: Zaunbau zwischen Wupperaue und Witzheldener Höhe
Die Blütenstadt spreizt sich über ein weites Höhenband. Rund um den Kern an der Wupper liegt das Gelände tief, bei etwa 55 Metern, und läuft zum Fluss hin ruhig und flach aus. Nach Osten dagegen klettert das Stadtgebiet bis Witzhelden auf gut 250 Meter hinauf. Zwischen diesen beiden Welten breiten sich die Obstwiesen und begrünten Hänge aus, die Leichlingen seinen Beinamen geben. Für den Zaunbau bedeutet das eine simple Wahrheit: Kaum ein Grundstück gleicht dem nächsten, und das Gefälle bestimmt mit, welche Lösung am Ende trägt.
Wo es bergauf oder bergab geht, kann ein Zaun nicht einfach waagerecht durchlaufen. Entweder folgen die Felder der Neigung schräg mit, oder sie werden in kurzen, waagerechten Abschnitten gestaffelt, sodass eine treppenartige Linie entsteht. Welcher Weg besser aussieht und sich sauberer bauen lässt, hängt vom Winkel des Hangs und von der Zaunart ab und wird vor dem Aufmaß besprochen. An steileren Böschungen, wie sie in den Obstlagen häufig vorkommen, fängt oft eine niedrige Wand aus mit Stein gefüllten Körben den Geländesprung ab und dient zugleich als Sichtschutz.
Im flachen Kern an der Wupper spielt das Gefälle kaum eine Rolle, hier zählt die gerade Flucht über längere Läufe. In den Höhenlagen um Witzhelden mit ihrem eigenen alten Ortskern steht die Sicherheit am Hang im Vordergrund. Gegen die Feuchte der Bachtäler und Obstwiesen setzt der Betrieb auf verzinkte und beschichtete Werkstoffe, die der Nässe lange standhalten. So passt sich der Zaun dem jeweiligen Stück Leichlingen an, statt überall nach demselben Schema gebaut zu werden.