Vor Ort im Detail
Was Rohre in Gladbeck verstopft
Gladbeck liegt im nördlichen Ruhrgebiet und ist durch eine markante Zweiteilung geprägt: bewaldeter Höhenrücken im Norden, tiefer liegende Emscher-Randplatte im Süden. Aus einer kleinen ländlichen Gemeinde wurde mit dem Steinkohleabbau bis Ende des neunzehnten Jahrhunderts eine Industriestadt. Dieser Sprung zeigt sich im Leitungsbestand, der von alten Zechensiedlungen bis zu jüngeren Wohngebieten auf dem Höhenrücken reicht.
Im tiefer gelegenen Süden auf der Emscher-Randplatte ist das natürliche Gefälle vielerorts knapp. In flach verlegten Grundleitungen fließt das Abwasser langsam, sodass sich Fett, Speisereste und Feststoffe früh absetzen. Aus einer schleichenden Ablagerung wird über Monate eine spürbare Verengung, und irgendwann genügt eine Ladung Feuchttücher, um den Rest des Querschnitts zu verschließen.
Auf dem bewaldeten Höhenrücken im Norden dagegen ist der Wurzeleinwuchs das größere Thema. Wo alte Bäume nah an den Leitungen stehen, dringen ihre Wurzeln durch undichte Muffen in die Steinzeugrohre und bilden ein Netz, das alles zurückhält, was durch das Rohr treibt. Hier hilft die Fräse, die den Einwuchs abträgt, gefolgt von einer Kamerabefahrung, um die Muffe zu beurteilen.
In den alten Zechensiedlungen dominieren gusseiserne Fallstränge und Steinzeug-Grundleitungen. An der rauen Innenwand von Gussrohren lagert sich Fett besonders zäh an, und ein einziger verstopfter Sammelstrang legt in den Reihen- und Mehrfamilienhäusern gleich mehrere Wohnungen lahm. Läuft es bei mehreren Parteien zäh ab, sitzt die Ursache im geteilten Fallstrang, nicht in der einzelnen Wohnung.
Für die akute Beseitigung wählt der Betrieb das Verfahren nach der Ursache. Eine Fettschicht löst die Hochdruckspülung mit passender Düse, ein fester Pfropfen aus Feuchttüchern und Hygieneartikeln lässt sich mit Spirale und Spülung räumen, Wurzeln verlangen die Fräse. Ein guter Betrieb bohrt nicht nur ein Loch durch den Pfropfen, sondern stellt den vollen Querschnitt wieder her.
Der Höhenunterschied zwischen Nord und Süd macht den Rückstauschutz gerade im Süden wichtig. Bei Starkregen kann der überlastete Kanal Wasser in die tief liegenden Keller der Randplatte drücken. Eine Rohrreinigung stellt den Querschnitt her, ersetzt aber keine Rückstausicherung. Kellerabläufe unterhalb der Rückstauebene brauchen eine funktionierende Sicherung, die sich bei der Reinigung mitprüfen lässt.
Die Gastronomie und der Handel im Zentrum bringen erhöhte Fettfrachten mit. Ein gewarteter Fettabscheider hält das Fett aus der Leitung; wird er zu selten geleert, erstarrt es in der Sammelleitung und verengt den Querschnitt. Für Betreiber ist die regelmäßige Wartung günstiger als die akute Verstopfung im laufenden Betrieb.
Kehrt eine Verstopfung an derselben Stelle wieder, bringt die Kanalkamera Klarheit über die Ursache. In den alten Grundleitungen können Muldenbildung, gebrochene Muffen oder ein Wurzelnest die Dauerursache sein. Die einmalige Befahrung erspart die wiederholte Anfahrt, weil sich danach gezielt entscheiden lässt, ob Reinigung genügt oder saniert werden sollte.
Vorsorge ist die einfachste Ersparnis: Ein Sieb über dem Küchenablauf, Fett in den Restmüll und keine Feuchttücher in die Toilette. Auf dem Höhenrücken lohnt zusätzlich der herbstliche Blick auf Hofabläufe und Sinkkästen, damit Laub nicht zu einem dichten Schlamm wird, der den Ablauf beim ersten Regen verlegt.
Beim Notfall gilt auch in Gladbeck: erst Anfahrt und Stundensatz klären, dann arbeiten lassen, auf Rechnung statt bar. Solange kein Wasser unkontrolliert austritt, ist der ortskundige Fachbetrieb aus dem Ruhrgebiet die ruhigere und meist günstigere Wahl gegenüber einem überregionalen Notdienst mit Pauschalpreis.
Ob im tiefer gelegenen Süden auf der Emscher-Randplatte oder auf dem bewaldeten Höhenrücken im Norden, ein geprüfter Fachbetrieb aus dem Ruhrgebiet passt sein Vorgehen an die jeweilige Lage an. Er benennt die wahrscheinliche Ursache, wählt zwischen Spülung, Spirale und Fräse und filmt im Zweifel, bevor er die schwere Technik ansetzt.