Unterbau und Entwässerung
Am Hang zählt der Unterbau, nicht der Stein
Ob eine gepflasterte Fläche am Hang jahrzehntelang trägt, hängt an dem, was unter den Steinen liegt. Der Boden wird auf Frosttiefe ausgehoben, darauf kommt eine verdichtete Tragschicht aus Schotter, die die Last aufnimmt und Wasser weiterleitet, darüber ein knapp abgezogenes Splittbett, und an den Rändern hält eine in Beton gesetzte Kante die Steine in der Flucht. Für Zufahrten, die ein Auto tragen, ist dieser ungebundene Aufbau in der DIN 18318 beschrieben. In Hanglage muss die Tragschicht zusätzlich verhindern, dass Wasser sie unterspült.
Das Gefälle ist in Wipperfürth das halbe Thema. Jede neue Fläche braucht eine Neigung von grob zwei Zentimetern je Meter, damit der Regen abzieht; am Hang kommt die Frage hinzu, wohin das Wasser von oben geführt wird. Eine Rinne quer zur Zufahrt fängt den Zulauf ab, bevor er die Fläche flutet, und leitet ihn vom Gebäude weg. Fehlt diese Ordnung, sammelt sich das Wasser an der tiefsten Stelle, unterspült mit der Zeit den Unterbau und friert im Winter zu einer Gefahr.
Soll eine Fläche den Regen teils selbst aufnehmen, geht das über offene Fugen, über Rasen- und Sickersteine oder über porigen Belag, solange die Schicht darunter das Wasser durchlässt. In einer Region mit mehreren Trinkwassertalsperren ringsum ist ein achtsamer Umgang mit dem Niederschlag ohnehin geboten. Da das Abwasserentgelt in Nordrhein-Westfalen getrennt nach Schmutzwasser und versiegelter Fläche berechnet wird, kann eine durchlässige oder zurückgebaute Fläche den Niederschlagsanteil senken. Den Rahmen gibt die Satzung von Wipperfürth vor, die der Betrieb mit dem Amt klärt.