Unterbau und Entwässerung
Aushub auf Frosttiefe und Gefälle vom Keller weg
Wie lange eine Pflasterfläche hält, entscheidet der Aufbau unter den Steinen, und in Erkrath beginnt er mit dem richtigen Aushub. Der Boden wird auf Frosttiefe ausgehoben, denn gefriert Restfeuchte im Winter, hebt sie eine zu flach gegründete Fläche an. Auf dem Sand der Heideterrassen muss die folgende Schottertragschicht besonders sorgfältig verdichtet werden, damit nichts nachrutscht; in den feuchteren Tallagen muss sie das Wasser zuverlässig weiterleiten. Darüber liegt das Splittbett, außen eine in Beton gesetzte Kante. Für befahrbare Flächen beschreibt die DIN 18318 diesen ungebundenen Aufbau.
Das Gefälle hat in Erkrath eine Aufgabe, die hier besonders ernst zu nehmen ist: Es muss das Wasser vom Haus und vom Keller weg führen. Beim Hochwasser im Juli 2021 stieg die Düssel am Oberlauf schnell und mit Wucht an und richtete in Alt-Erkrath schwere Schäden an. Eine Fläche, die zum Gebäude hin fällt, verschärft solche Lagen, weil sie Regen und Oberflächenwasser direkt an die Wand und in die Lichtschächte leitet. Richtig ist eine Neigung von grob zwei Zentimetern je Meter vom Haus weg, dazu bei Bedarf eine Rinne, die das Wasser gezielt abfängt und ableitet.
Auf dem durchlässigen Sand der Terrassen bietet sich an, den Regen teils vor Ort versickern zu lassen, über offene Fugen, über Rasen- und Sickersteine oder über porigen Belag, sofern die Tragschicht darunter das Wasser weiterreicht. In der Aue und bei hohem Wasserstand ist dagegen eine geordnete Ableitung der sicherere Weg. Da Nordrhein-Westfalen die Abwassergebühr getrennt nach Schmutzwasser und versiegelter Fläche erhebt, kann eine durchlässige oder zurückgebaute Fläche den Niederschlagsanteil senken. Den örtlichen Rahmen gibt die Satzung von Erkrath vor, die der Betrieb mit dem Amt abstimmt.