Vor Ort
Dachdecker in Bottrop: Zechensiedlungen über gesunkenem Grund, Flachdächer der Nachkriegszeit und die weiten Höfe in Kirchhellen
Bottrop liegt mit rund 118.000 Einwohnern auf den welligen südwestlichen Ausläufern des Recklinghäuser Landrückens, unmittelbar nördlich der Emscher, und ist nach Remscheid die kleinste kreisfreie Stadt Nordrhein-Westfalens. Auf Bottroper Gebiet lag mit Prosper-Haniel die letzte fördernde Steinkohlezeche des Ruhrgebiets, die Ende 2018 schloss. Der lange Bergbau hat den Untergrund absinken lassen, das Wahrzeichen der Stadt, der Tetraeder, steht auf einer Bergehalde. Diese Geschichte prägt bis heute, wie ein Dach hier gedeckt sein und wie sein Tragwerk beobachtet werden muss.
Drei Bauwelten liegen nebeneinander. Im dicht bebauten Kern um Stadtmitte und Batenbrock stehen viel Baubestand der ersten Jahrhunderthälfte und Nachkriegsbauten mit weiten Bitumen-Flachdächern. In Welheim und Boy prägt eine bekannte Gartenstadt-Zechensiedlung das Bild, mit steilen, ziegelgedeckten Satteldächern in tief liegender Lage nahe Emscher und Rhein-Herne-Kanal. Und im Norden liegt das erst 1976 eingemeindete Kirchhellen ländlich am Rand der Kirchheller Heide, mit weiten Ziegel- und Scheunendächern auf durchlässigerem Boden.
Fertige Patentrezepte gibt es in Bottrop nicht. Nahe der Emscher liegt der Grund durch die Bergsenkung so tief, dass die Boye über einen Düker gehoben werden muss, und wo der Untergrund nachgibt, brechen Risse auf, verziehen sich Dachstühle und lockern sich Anschlüsse. Gebraucht wird deshalb jemand, der Tragwerk, Anschlüsse, Abdichtung und Deckung erst gründlich sichtet und anschließend entscheidet, ob eine Reparatur ausreicht oder eine größere Erneuerung ansteht. Diesen Kontakt stellen wir her, und da in Bottrop jedes Dach anders liegt, nennen wir absichtlich keine festen Preise.
Bottrop ist mit rund 118.000 Einwohnern eine kreisfreie Stadt am Nordrand des Ruhrgebiets und nach Remscheid die kleinste kreisfreie Stadt Nordrhein-Westfalens. Das Stadtgebiet umfasst gut 100 Quadratkilometer nördlich der Emscher, im Süden bildet der Rhein-Herne-Kanal die Grenze zu Essen. Mit Prosper-Haniel schloss hier Ende 2018 die letzte fördernde Zeche des Ruhrgebiets, der Tetraeder steht auf einer Halde. Der ländliche Norden um Kirchhellen kam erst 1976 hinzu und prägt die Dacharbeit von der Siedlung bis zum Scheunendach mit. Quelle.