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Sanitär und Heizung in Marl: junge Planstadt aus Zeche Auguste Victoria und Chemiepark, mit ganzen Quartieren aus einem Guss
Marl ist mit rund 87.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Kreis Recklinghausen und liegt im nördlichen Ruhrgebiet zwischen dem Emschersystem im Süden und der Lippe im Norden. Die Stadt ist jung: Aus einem westfälischen Dorf wuchs sie in rund sechzig Jahren fast zur Großstadt und erhielt die Stadtrechte erst 1936. Geprägt haben sie zwei Kräfte, die Chemie und der Bergbau. Der Chemiepark Marl, hervorgegangen aus den Chemischen Werken Hüls, zählt zu den größten Verbundstandorten Europas, und die Zeche Auguste Victoria förderte bis 2015 Steinkohle. Weil Marl in so kurzer Zeit planmäßig gebaut wurde, teilen ganze Quartiere ein einheitliches Baualter, was Bad und Heizung anders stellt als im mittelalterlich gewachsenen Recklinghausen.
Den größten Teil des Bestands stellen die planmäßig angelegten Bergbau- und Werkssiedlungen der ersten Jahrhunderthälfte. In Brassert und Hüls, nahe Zeche und Chemiepark, entstanden ganze Siedlungen aus einem Guss, in denen Bäder und Leitungen oft noch aus den fünfziger Jahren stammen. Ein kleines, gefliestes Bad mit Wanne aus dieser Zeit ist der klassische Fall: Der Wunsch nach einer bodengleichen Dusche trifft auf einen engen Grundriss und alte Zuleitungen. Der Vorteil des einheitlichen Baualters ist, dass sich der Zustand oft von Haus zu Haus wiederholt, doch die Beurteilung bleibt an der einzelnen Wohnung.
Ein anderes Bild geben der Wohnstadtteil Drewer mit der modernen Stadtmitte um das bekannte Marler Rathaus und die vielen Einfamilienhäuser der sechziger und siebziger Jahre. In ihnen arbeiten bis heute zahlreiche Öl- und Gasheizungen, deren Austausch ansteht. Jenseits des Wesel-Datteln-Kanals liegen mit Sinsen und Lenkerbeck ländlicher geprägte Ortsteile mit dörflicher Struktur und späterem Einfamilienhausbau. Erst der Blick auf Kessel, Heizflächen und Aufstellort zeigt, was ansteht. Am Gas- und Trinkwasseranschluss meldet der vermittelte Partnerbetrieb seine Arbeit beim örtlichen Netzbetreiber an, in Marl bei den Stadtwerken Marl beziehungsweise dem regionalen Netzbetreiber.
Marl ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen mit rund 87.000 Einwohnern und nach Recklinghausen die zweitgrößte Stadt im Kreis Recklinghausen. Sie liegt im nördlichen Ruhrgebiet zwischen dem Emschersystem im Süden und der Lippe im Norden; im Norden durchzieht der Wesel-Datteln-Kanal das Stadtgebiet. Aus einem westfälischen Dorf wuchs Marl in rund sechzig Jahren fast zur Großstadt und erhielt die Stadtrechte erst 1936. Nachbarn sind Recklinghausen, Herten, Dorsten, Haltern am See und Gladbeck. Prägend sind der Chemiepark Marl und der frühere Steinkohlebergbau der Zeche Auguste Victoria. Quelle.