Vor Ort
Bauen im waldreichen Dhünntal: was Odenthal für Maurer und Verputzer besonders macht
Die Gemeinde Odenthal gehört zum Rheinisch-Bergischen Kreis und liegt am westlichen Saum des Bergischen Landes, eingebettet in das Tal der Dhünn. Rund 15.700 Menschen leben hier auf einer Fläche von knapp 40 km², verteilt über viel Wald und zahlreiche kleine Ortslagen. Weithin bekannt ist der Altenberger Dom, der tief im Dhünntal steht. Geografisch fällt vor allem der große Höhenunterschied auf: Während das Gemeindezentrum bei ungefähr 149 Metern liegt, sinkt das Gelände dort, wo die Dhünn bei Hoverhof das Gebiet verlässt, bis auf 69 Meter, und im Osten erhebt es sich bei Grosseheide auf 252 Meter. Auch ein Abschnitt der Großen Dhünntalsperre, die das Flüsschen aufstaut, zählt noch zum Odenthaler Gebiet.
Fast zweihundert Meter zwischen tiefstem und höchstem Punkt prägen den Alltag von Maurer- und Verputzerarbeiten vor Ort spürbar. Liegt ein Haus am bewaldeten Abhang, rücken Stützmauern in den Vordergrund, die das höher gelegene Erdreich zurückhalten, ebenso Gartenmauern, mit denen sich Geländesprünge gliedern lassen. Weil viele Gebäude der Hofschaften frei und ohne schützende Nachbarbebauung im Tal stehen, trifft sie Regen und Wind ungebremst; der äußere Putz leistet hier als schützende Schicht mehr als an einer dicht bebauten Zeile. Dazu kommt die Streulage: In den einzelnen Weilern findet man ältere Gebäude und schon in die Jahre gekommene Anschlüsse und bisweilen angebaute Scheunen oder Nebengebäude, deren wahrer Zustand sich oft erst bei genauem Hinsehen offenbart. Für den Handwerker bedeuten die großen Entfernungen zwischen den Ortslagen außerdem längere Anfahrten und einen höheren Aufwand bei der Baustellenlogistik, was bei der Planung einer Maßnahme von Anfang an mitbedacht werden will. Material, Gerät und Gerüst wollen an solche Lagen erst herangebracht sein, und nicht jeder Hof ist mit einem großen Fahrzeug bequem anzufahren.
Wer als Betrieb aus Odenthal und dem näheren Umkreis arbeitet, kennt die Unterschiede zwischen dem Zentrum unten im Tal, den ansteigenden Lagen hin zur Grosseheide und den flussnahen Parzellen an der unteren Dhünn. Vor jedem Kostenvoranschlag beurteilt er, wie standfest der Hang ist und welche Rolle eine Wand im Tragwerk spielt, und spricht offen aus, was sich lohnt und was nicht. Fachbetrieb24 übernimmt dabei allein die Vermittlung; die handwerkliche Umsetzung verbleibt beim Betrieb. Dieser ortskundige Blick zahlt sich aus, weil dieselbe Aufgabe je nach Lage ganz unterschiedlich zu lösen ist: Eine Mauer in der windstillen Talsohle am Dom stellt andere Anforderungen als ein Bauteil hoch über dem Tal, das Sonne, Wind und Frost ungeschützt abbekommt. Wer diese Feinheiten kennt, plant von Anfang an den passenden Aufbau und erspart sich teure Nachbesserungen.