Hoher Grundwasserstand
Flach an Rhein und Erft: in Neuss kommt das Wasser von unten
Auf der anderen Rheinseite, in Düsseldorf, mag beim Kanal da und dort das Gefälle den Takt vorgeben. In
Neuss liegt die Sache umgekehrt: Die Stadt streckt sich flach über die Niederterrasse des linken
Niederrheins, ihr Zentrum ruht bei rund 40 Metern, und im Osten reicht sie bis an den Strom, der hier
obendrein die Erft in sich aufnimmt.
Aus dieser Tieflage erwächst die entscheidende Frage im Untergrund. Da das Gelände kaum fällt, von 30
Metern an der Südgrenze bis 67,5 Metern bei Holzheim, steht das Grundwasser hoch an und hebt und senkt
sich mit den Pegeln beider Flüsse. Übersteigt sein Spiegel die Rohrsohle, bahnt es sich durch jede
gelockerte Naht und jeden Riss den Weg hinein. Oben zeigt sich davon nichts, doch im Verborgenen
belastet dieses Fremdwasser den Kanal und weicht das umgebende Erdreich auf.
Für Ihr Rohr heißt das: Weniger der Stau von Feststoffen steht im Vordergrund als die Frage, ob die
Leitung dem von außen drückenden Wasser gewachsen ist. Die Befahrung bringt an den Tag, an welcher
Stelle Fremdwasser eintritt, und eine kurze Zeile von Ihnen reicht, damit wir das anschieben.
Noch ein beruhigender Hinweis: Für die Befahrung muss nichts aufgestemmt werden, und im Haus bleibt
alles sauber. Angesetzt wird am bestehenden Schacht oder an einer zugänglichen Reinigungsöffnung, von
wo aus das Gerät in die Leitung einfährt. So sehen viele Eigentümer die Innenseite ihres Rohres überhaupt
zum ersten Mal, begleitet von einer Erklärung statt von späteren Zweifeln. Wer erst kürzlich ein Haus
auf der Terrasse übernommen hat, steht damit auf gesicherten Füßen, wenn eine Entscheidung ansteht.