Hoher Grundwasserstand
Flach am Strom: in Dormagen kommt das Wasser von unten
Rechts des Rheins, in den bergischen Hanglagen, zählt beim Kanal vor allem die Steigung. Dormagen
kehrt dieses Bild um: Die Stadt breitet sich eben in der Dormagener Rheinaue aus, einem Stück der
Kölner Bucht, liegt bei etwa 45 Metern über Normalhöhennull und reicht unmittelbar an den Strom.
Aus dieser Tieflage ergibt sich die eigentliche Frage unter dem Gehweg. Weil die Niederterrasse so
wenig abfällt, drängt das Grundwasser weit nach oben und schwingt mit dem Pegel mit. Sobald sein
Spiegel die Rohrsohle übersteigt, sucht es sich durch jede lockere Verbindung und jeden Haarriss den
Weg nach innen. Dieses Fremdwasser bleibt an der Oberfläche unsichtbar, zehrt aber am Kanal und
durchtränkt den Boden rund um die Leitung.
Für Ihre Grundleitung heißt das: Nicht der Rückstau von Feststoffen steht an erster Stelle, sondern
die Frage, ob das Rohr gegen Wasser von außen dichthält. Die Befahrung macht sichtbar, ob und wo
Fremdwasser eindringt, und schon eine knappe Nachricht reicht aus, damit wir das für Sie klären.
Wichtig vorab: Die Kamerafahrt kommt ohne Aufbruch und ohne Schmutz im Haus aus. Der Techniker
setzt am vorhandenen Revisionsschacht oder an einer erreichbaren Reinigungsöffnung an und führt den
Kamerakopf von dort aus durch die Leitung. Sie blicken damit zum ersten Mal überhaupt ins Innere
Ihres Rohres, in Ruhe und mit Erläuterung, statt später über eine Rechnung zu grübeln. Wer ein Haus
in der Rheinaue erst seit Kurzem besitzt, gewinnt so eine belastbare Grundlage, auf der sich jede
weitere Entscheidung ruhig treffen lässt.