Anlage aufs Dach
Module, Speicher und Wallbox fürs Schwerter Haus
Auf das geneigte Ziegeldach werden die Halter tief in den Sparren verschraubt, erst danach liegen Schiene und Modul auf. Ein flaches Dach auf einem Gewerbebau an der Ruhr oder einem jüngeren Anbau bekommt beschwerte Gestelle, die ohne Durchdringung der Abdichtung auskommen. Die Verankerung muss dem Wind an der offenen Tallage und der winterlichen Schneelast standhalten; bei rund 871 Millimetern Niederschlag im Jahr zählt dazu, dass jede einzelne Befestigung dauerhaft dicht bleibt und das Dach darunter trocken hält. Lose aufgelegte Module ohne saubere Verankerung wären bei den Böen über dem offenen Tal ein Risiko, das ein guter Betrieb gar nicht erst eingeht.
Der Wechselrichter macht aus dem Gleichstrom der Module den Wechselstrom für Ihre Steckdosen. Weil am Ardey-Hang Bäume und auf engen Grundstücken in den Ortsteilen Nachbardächer Teile der Fläche zeitweise abdunkeln, arbeitet bei einer sauber geplanten Anlage jedes Modul einzeln geregelt weiter, statt dass ein Schattenstreifen den ganzen Strang ausbremst. Diese einzelne Regelung wiegt am Ardey und in den engen Lagen der Altstadt schwerer als anderswo, weil der Schatten hier über den Tag ständig wandert. Den Mittagsstrom legt ein Akku für den Abend zurück, die Wallbox lädt das Auto mit dem Überschuss, der sonst ins Netz geflossen wäre. Wie groß Anlage, Speicher und Ladepunkt zusammen ausfallen, richtet der Betrieb nüchtern an Ihrem Bedarf aus. Eine zu groß geplante Anlage, die ihren Strom überwiegend einspeist, rechnet sich schlechter als eine, die zum eigenen Verbrauch passt. Darum steht am Anfang nicht die Frage nach der größtmöglichen Fläche, sondern die nach Ihrem Stromverbrauch und Ihren Gewohnheiten über den Tag.
Wie viel Speicher sinnvoll ist, hängt davon ab, wann Sie Ihren Strom brauchen: Wer tagsüber außer Haus ist und abends Auto, Herd und Licht laufen hat, holt mit einem Akku mehr aus der Anlage als jemand, der schon mittags viel verbraucht. Zur staatlichen Förderung gibt der Betrieb nur den Stand zum Zeitpunkt der Beratung wieder, weil sich Bedingungen ändern; verbindlich ist stets, was die aktuellen Programme vorgeben. Angaben zu Ertrag, Speichergröße oder Kosten bleiben vor dem Ortstermin unverbindliche Richtwerte. Ein seriöser Betrieb trennt sie klar von festen Zusagen und legt offen, worauf eine Schätzung beruht, statt mit runden Zahlen zu werben.