Sicherheitsglas und Elemente
Sicherheitsglas, Glasduschen und Spiegel in Dormagen
Auch im Innern des Hauses ist Glas das Handwerk des Glasers. Eine Duschkabine aus gehärtetem Glas wird genau nach Maß gefertigt, gebohrt und mit den dazugehörigen Beschlägen montiert, damit sie stabil steht und die Tür leichtgängig schwingt. Hinzu kommen Spiegel nach Maß, gläserne Küchenrückwände hinter Herd und Spüle, Tischplatten aus Glas sowie einzeln zugeschnittene Scheiben, deren Kanten vor dem Einsetzen geschliffen werden. In Büros, Praxen und Verwaltungsgebäuden rund um das Chempark-Areal und im Zentrum gliedern Glastrennwände und rahmenlose Glastüren die Räume, ohne das Tageslicht zu nehmen. Für Treppenhäuser und Hauseingänge im Zentrum fertigt der Glaser außerdem Ganzglastüren und feste Seitenteile mit poliertem Rand und den nötigen Bohrungen für Bänder und Schloss; in Läden ersetzt er zersprungene Vitrinen und Glasregale nach Maß.
Wo ein Mensch anprallen oder stürzen kann, verlangt das Regelwerk Sicherheitsglas. Das Einscheiben-Sicherheitsglas, kurz ESG, wird durch Hitzebehandlung gehärtet und zerfällt bei Überlastung in lauter grobe Körner mit abgerundeten Kanten, an denen man sich kaum schneidet; sein Platz ist an Duschen, Glastüren und stark besonnten Flächen. Das Verbund-Sicherheitsglas, kurz VSG, verklebt zwei oder mehr Lagen über eine zähelastische Zwischenschicht, die im Schadensfall alle Bruchstücke an ihrem Ort bindet, sodass die Fläche nicht durchbricht. Da Dormagen flach in der Rheinaue liegt und die steilen Hänge der bergischen Nachbarn fehlen, geht es seltener um absturzsichernde Hanggeländer, dafür umso öfter um bodentiefe Fenster, um Brüstungen in mehrgeschossigen Wohnhäusern, um Überkopfverglasungen und um die stark frequentierten Eingänge im Gewerbe. Welcher Aufbau an welche Stelle gehört, legt der Betrieb nach dem Augenschein vor Ort fest. Weil die Rheinaue flach und offen liegt, drückt der Wind an großen Schaufensterfronten kräftig gegen das Glas, was bei der Wahl von Glasdicke und Aufbau mitzählt. An denkmalgeschützten Häusern in Zons kann zudem die untere Denkmalbehörde Vorgaben zur Art der Verglasung machen, die der Betrieb im Voraus klärt.